Zwei neue Dirigenten begrüßt

Mit zwei Abschieden und zwei Dirigenten-Begrüßungen war das Jahreskonzert in Schmiechen verbunden. Rupert Vogl wurde zum Ehrendirigenten ernannt. Eine Ehrung der Stadt soll eventuell noch folgen.

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  • Volker Frank (links) mit Musikvereinschef Hubert Stoll. Fotos: E. Sommer 1/2
    Volker Frank (links) mit Musikvereinschef Hubert Stoll. Fotos: E. Sommer Foto: 
  • Symbolische Taktstockübergabe von Rupert Vogl (rechts) an Stephan Frizt. 2/2
    Symbolische Taktstockübergabe von Rupert Vogl (rechts) an Stephan Frizt. Foto: 
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Der musikalische Teil des Jahreskonzerts hat am Samstag einen überschaubaren Umfang eingenommen, aber war deshalb nicht weniger abwechslungsreich als sonst. Es gibt derzeit kein Vororchester, so dass die 50 Personen umfassende Jugendgemeinschaftskapelle Schmiechen-Schelklingen mit den für die Altersgruppe üblichen zwei Stücken und einer Zugabe sowie die rund 60-köpfige Hauptkapelle unter Leitung des scheidenden Dirigenten Rupert Vogl auf die Bühne stiegen. Der Auftritt der Hauptkapelle enthielt Lieblingsstücke von Dirigent Rupert Vogl. Der gleiche Jahrgang (1963) verbinde ihn mit der heuer viel zu früh verstorbene Ausnahmesängerin Whitney Housten. Ihr und den Bee Gees zu Ehren nahm Vogl das Medley aus "One Moment in time" und "How deep is your love" mit Saxofon-Solo von Janina Dreß ins Programm.

Ebenfalls ein Ausdruck für Vogls Musikerleben war das Stück "Music" von John Miles, das die Musik als erste und letzte Liebe beschreibt. Eingeleitet worden war der abwechslungsreiche Musikabend der Hauptkapelle mit "Zarathustra 2012", "Eiger" und auch der Ballettmusik "Saga", bearbeitet vom oberschwäbischen Musiker Kurt Gäble, dem Vogl immer gerne einen Platz in Programmen des Schmiechener Jahreskonzerts einräumte. Als Gastmusiker wirkten übrigens von der Stadtkapelle Schelklingen Patrizia Glöckler (Klarinette) und Julian Haas (Schlagzeug) mit.

25 Jahre hat Rupert Vogl den Musikverein Schmiechen dirigiert. In den Ehrungen bekam er dafür bereits die Dirigentenehrennadel in Gold mit Diamant vom Blasmusikverband. Vor den Zugaben, die insbesondere Marsch- und Polkaliebhaber freuten, wurde Rupert Vogl dann auf Beschluss des Vereinsausschusses zum Ehrendirigenten ernannt. Vier Vorstände, drei Kassierer und sechs Schriftführer hat er in dieser Zeit erlebt, schilderte der Vereinsvorsitzende Hubert Stoll. Vogl habe damals die Jugendarbeit intensiviert. Von 35 Aktiven auf jetzt 65 wuchs die Hauptkapelle. "Bei deinem Beginn war nur eine Frau in unseren Reihen. Heute genügend", scherzte Stoll. Es seien etwa die Hälfte. Vogl habe die Kapelle zu hervorragenden musikalischen Leistungen geführt und beim Musikerheimbau angepackt. Mit Präsenten und Blumen für Ehefrau Andrea Vogl dankte der Verein. Die Hallenbesucher gaben stehenden Applaus.

Rupert Vogl dankte seiner Frau für die Unterstützung und Freiheit. Er erinnerte daran, dass nicht einer allein einen Erfolg ausmachen könne und dankte auch seinen Kindern Carina und Tobias, die oft auf den Vater verzichten mussten, und dann im Verein spielen mussten, "was der Alte aufs Programm setzte". Ein Ständchen stimmte Rupert Vogl mit den Hallenbesuchern für seinen Sohn an, der am Samstag seinen 25. Geburtstag hatte.

Jetzt möchte Vogl erst einmal verschnaufen, sagte er der SÜDWEST PRESSE. Er werde aber Musiklehrer der Musikschule bleiben und in Schmiechen, Schelklingen und beim Bergemer MV Klarinette und Saxofon unterrichten. Nachfolger Stephan Frizt (30) wurde am Konzertabend begrüßt. Wie berichtet, stammt Frizt aus dem Sauerland. Er spielt seit einem Jahr hauptberuflich als Hornist im Heeresmusikkorps 10 in Ulm. Er hat damit einen ähnlichen Werdegang wie Vogl. Frizt bekam schon einmal symbolisch den Dirigentenstab überreicht, wird aber erst im Januar zum Proben in Schmiechen erwartet.

Peter Rehm, Dirigent der Schelklinger Stadtkapelle, dirigierte am Samstag die Gemeinschaftsjugendkapelle. Nach siebenwöchigen Proben überzeugte die mit "Blessing" und "Cachimbo". Weil Dirigentin Eva Reis nach Waldshut-Tiengen umgezogen ist, sprang Rehm ein. Reis wurde in Abwesenheit verabschiedet. "Fast zwei Jahre lang führtest du die Gemeinschaftsjugendkapelle zu neuen Höhen", sagte der Vorsitzende Hubert Stoll. Vorgestellt wurde als Nachfolger der aus Allmendingen stammende Volker Frank, der in der Region als Musiker bekannt ist und Klarinette und Saxofon an den Musikschulen Ehingen und Munderkingen unterrichtet. Zusätzlich leitet er jedes Jahr das Jugendmusikcamp und ist Projektleiter diverser Musikprojekte", informierte Hubert Stoll das Publikum. Ein Ehrungsbericht folgt.

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