Zwei Neubauten bei Systemsport

Es läuft bestens bei Systemsport Munderkingen, Corporate Fashion und Worst Behavior. Die drei Bekleidungsfirmen erstellen im Interkommunalen Gewerbegebiet demnächst zwei große Neubauten.

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    Auf dieser Fläche neben Systemsport Munderkingen wollen drei Firmen neue Gebäude erstellen. Foto: 
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    Mode von Worst Behavior: Das Munderkinger Label soll es bald auch auf dem US-Markt geben. Foto: 
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"Mehr Kunden, mehr Aufträge, wir haben keinen Platz mehr", bringt Christian Hermann aus Schemmerhofen auf den Punkt, warum sich nun die teilhabenden Gemeinden des interkommunalen Gewerbegebiets Munderkingen über zwei Neubauprojekte an der B 311 freuen können. Der 37-jährige Gesellschafter und Geschäftsführer der beiden Firmen Corporate Fashion GmbH und Worst Behavior GmbH (ehemals Holyholy), die bisher in den Räumen der Bekleidungsveredler von Systemsport Munderkingen untergekommen waren, plant für seine Firmen einen eigenen Bürokomplex mit Showroom inklusive eines Wohnhauses, in das er ziehen wird.

Und auch die Systemsport Munderkingen GmbH wird erweitern, beide Bauwerke sollen möglichst bis zum Spätsommer direkt neben dem Hauptgebäude in der Carl-Benz-Straße entstehen. Dafür hat die Verbandsversammlung am gestrigen Mittwoch den Weg mit einer Bebauungsplanänderung frei gemacht. Sie vermarktet ihrem Verbandsvorsitzenden, Bürgermeister Dr. Michael Lohner, zufolge insgesamt 4300 Quadratmeter mit den beiden Projekten.

Wie Hermann informiert, hat Fatih Düven aus Senden, der die Kultmarke "Holyholy" im Internet und der Street-Fashion-Szene bekannt gemacht hatte, das Unternehmen im vergangenen Jahr verlassen. Die erste Kollektion von Worst Behavior, die auch in Zusammenarbeit mit einem eigenen Büro und Designer in Hamburg erstellt worden war, sei "gut angelaufen. Die Leute haben sich an den neuen Namen gewöhnt", meint Hermann über die so genannte High Streetware Fashion, die in Läden in Deutschland, Österreich und der Schweiz und übers Internet auch europaweit verkauft wird. Mitte dieses Jahres solle auch der US-Markt an die Sweater, Hosen, T-Shirts, Caps und mehr von Worst Behavior kommen, dort lasse er sich gerade die Markenrechte sichern und dort kenne er mehrere Models, die bereits die Kleidung tragen und bekannt machen.

Zu Christian Hermanns fünf Mitarbeitern werden nochmal einige hinzukommen, wenn der Neubau für Worst Behavior und Corporate Fashion steht. Letztere Firma, die auch Kleidung für Liebherr, Daimler, WMF und Voith produziert, expandiert auch mit dem Projekt Stylecover, bei dem trendige Handyhüllen zu kaufen sind. Außerdem designed und vermarktet Corporate Fashion die Kollektionen von bald drei ehemaligen Schauspielern der Fernsehserie "Berlin - Tag & Nacht": Jan Leyk und Pia Tillmann machen bereits Werbung für die Streetware mit frechen Sprüchen, und Patrick G. Boll soll auch noch hinzukommen. Da Christian Herrmann Jan Leyk bereits kannte, sei der Kontakt zustande gekommen.

Auf rund 300 Quadratmetern Fläche werden die Bürozimmer und der so genannte Showroom für Corporate Fashion und Worst Behavior erstellt, in dem die Kunden und Interessenten die Produkte anschauen, testen und bestellen können. Über die Investitionssumme schweigt Hermann.

Nebenan wird für rund 800.000 Euro die Produktions- und Lagerhalle mit Showroom von Systemsport Munderkingen entstehen, wie Dimitri Tellenbach berichtet. Der 26-Jährige, der bei Geschäftsführer Norbert Tress bereits als Siebdrucker ausgebildet wurde, wird mit der Erweiterung Gesellschafter der Firma: "Wir hatten schon immer ein gutes Verhältnis, da war dann schnell klar, dass ich in die Firma mit einsteigen möchte", sagt der Granheimer. "Und jetzt ist es soweit."

Die Firma ist Beflockungs- und Veredelungs-Spezialist für Bekleidung und gestaltet unter anderem Leibchen für die Fußballer von Eintracht Frankfurt und liefert Trikots für Mainz 05, den VfB Stuttgart und die Volleyball-Nationalmannschaft. "Wir waren recht überrascht über das riesige Volumen unserer Aufträge und irgendwann vollgestellt bis unters Dach", erzählt Tellenbach. Daher würden die Produktion und der Maschinenpark sowie das Lager erweitert. "Wir mussten reagieren, um die reibungslose Produktion zu ermöglichen." Auch bei Systemsport werden dadurch mehrere Arbeitsplätze hinzukommen.

Verbandsumlage niedriger

Sitzung Wie der Vorsitzende des Zweckverbands Interkommunales Gewerbegebiet Munderkingen, Dr. Michael Lohner, am Mittwoch in der Verbandsversammlung informiert hat, wird die Umlage für die Gemeinden im Raum Munderkingen (ohne Rottenacker) für Verwaltung und Betrieb des Gewerbegebiets an der B 311 vorläufig auf 71.000 Euro für 2015 festgelegt. Für 2014 betrug sie knapp 65.000 Euro (geplant waren 71.000), obwohl die 150.000 Euro für Grundstückserlöse nicht wie geplant eingenommen wurden. Die Gesamt-Kredite für das Gewerbegebiet bleiben im Jahresverlauf 2014 bei 2,04 Millionen Euro. Für die Fläche in der Carl-Benz-Straße bei Systemsport hat die Verbandsversammlung den Bebauungsplan "Gewerbe- und Industriegebiet an der B 311, 3. Änderung" im vereinfachten Verfahren aufgestellt. Demnach wird die bisherige Pflanzgebots-Fläche in Richtung Süden verlagert, um einer geplanten Halle Platz zu machen.

 

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