Feuerwehr übt Zusammenspiel

An der Deponie Litzholz in Ehingen übten 70 Feuerwehrleute einen angenommenen Brand von Müllballen.

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    Auf der Drehleiter: Mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern und Brandherde suchen. Foto: 
  • Übungsziel: Wasser über eine lange Strecke heranführen. 2/2
    Übungsziel: Wasser über eine lange Strecke heranführen. Foto: 
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Wenn das Müllheizkraftwerk in Ulm gewartet wird, lagert der Haushaltsmüll in großen Ballen auf der Deponie Litzholz. Derzeit liegt dort ein Stapel mit 3500 Tonnen. Bei einer Übung nun wurde angenommen, dass sich der gepresste Müll entzündet hat und über den Ballen eine hohe Rauchsäule zu sehen ist. Diese soll von vorbeifahrenden Autofahrern entdeckt worden sein. Bei der Feuerwehrleitstelle gingen dann Notrufe ein, so dass diese die Einsatzabteilungen in Kirchbierlingen und Ehingen alarmiert hat.

Laut Plan sollte die Übung mit Rauchpatronen möglichst wirklichkeitsnah inszeniert werden, aber die Patronen wurden nicht rechtzeitig geliefert, wie Einsatzleiter Oliver Burget bedauerte. So war die Phantasie der Einsatzkräfte gefragt, die gemäß des Alarmierungsplans eintrafen. Die Kirchbierlinger waren mit ihrem StLF 10 und dem MTW um 8.30 Uhr die ersten vor Ort. Die anderen aus Volkersheim, Schaiblishausen, Altbierlingen und Berg folgten.

Man nahm in der Übung an, dass durch die Thermik des Brandes zahlreiche glimmende und brennende Kunststoffteile durch die Luft nach oben gewirbelt werden und unkontrolliert in der Umgebung niedergehen. Die Gefahr der Folgebrände musste einkalkuliert werden. Noch nicht brennende Müllballen könnten sich somit entzünden und zudem musste mit Luftverschmutzung und einer Belastung des Lösch­wassers gerechnet werden.

Die Ehinger Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen an. Die Drehleiter wurde ausgefahren, um von oben mit einer Wärmebildkamera überprüfen zu können, wo laut Übung noch Glutnester oder Brandherde sein könnten. Ziel der Übung war, das Löschwasser zur Brandbekämpfung über eine lange Wegstrecke zu befördern und den Druck sicherzustellen. Ferner wurden Einsatzabschnitte gebildet und geübt. Für die Feuerwehrleute war es auch wichtig, die Wasser­entnahmestellen auf der Deponie Litzholz kennenzulernen. Nach der eigentlichen Übung und dem gemeinsamen Aufräumen servierte das Landratsamt Getränke und Saitenwürstle als spätes Feuerwehrfrühstück.

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