Zu hoher Blutdruck birgt Risiken

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Wenn Alkohol, dann am besten Rotwein, empfahl Marc Röder.  Foto: 

Obwohl Bluthochdruck weit verbreitet ist, merken viele jahrelang nichts davon, weil sie keine Schmerzen haben. Doch in dieser Zeit können sich schlimme gesundheitliche Folgen entwickeln bis hin zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Hirnblutung. Alarmzeichen sind häufige Kopfschmerzen, Atemnot und Herzklopfen. Dies verdeutlichte der leitende Oberarzt Dr. Marc D. Röderer von der Alb-Donau-Klinik in Blaubeuren bei seinem Vortrag und riet, den Blutdruck im Auge zu haben und regelmäßig zum Gesundheit-Check zu gehen. Ein Durchschnittswert mit 120 zu 80 gelte als ideal, bei Belastung soll der Blutdruck etwas steigen, in Ruhe sinken.

Problematisch sei, wenn der Druck in Ruhe steigt, dann sei der Arzt aufzusuchen. „Nach wie vor sind Herz- und Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache und hier ist ein wichtiger Faktor der Blutdruck“, sagte der Mediziner. Je höher er sei, umso mehr müsse das Herz arbeiten und nehme mit der Zeit Schaden. Eine erhebliche Rolle spiele die Lebensweise oder die Vererbung, ebenso die hormonelle Versorgung des Körpers über die Schilddrüse.

Sei eine Hypertonie diagnostiziert, sollte der Blutdruck konsequent täglich drei Mal gemessen werden. Ein Druck von 140 zu 95 sei gerade noch zu tolerieren, mit einer medikamentösen Therapie werde in der Regel bei einem oberen Wert von 170 begonnen, weil sonst die kleinsten Blutgefäße der Augen und die Nieren geschädigt werden. Auch Schmerzen in den Beinen sind häufig eine Folge, man spricht hier von der „Schaufensterkrankheit“, weil die Betroffenen immer wieder stehen bleiben müssen, damit die Beine wieder durchblutet werden. Hier drohen ohne Behandlung mit der Zeit offene oder so genannte „schwarze Beine“. Ein erhöhter Blutdruck verdickt mit der Zeit die Herzwände, was negativ ist für die Herzkranzgefäße – so können sich hier weitere Krankheiten entwickeln.

Als Gesundheitsrezept nannte Röderer eine gesunde Lebensweise mit entsprechender Ernährung, viel Obst und Gemüse, wenig Fett, Zucker, Kaffee und Kochsalz, Alkohol nur sehr mäßig und wenn, dann am besten Rotwein. Stress zu reduzieren sei immer vorteilhaft, ebenso sollte sich der Mensch bewegen, täglich eine halbe bis dreiviertel Stunde gehen, radeln oder schwimmen.

In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung an zu hohem Blutdruck, nur zwei Millionen seien ausreichend behandelt. Je höher der Blutdruck steige, umso mehr sinke die Lebenserwartung. Bei einer frühzeitigen Behandlung lasse sich jeder zweite Schlaganfall und jeder vierte Herzinfarkt vermeiden, versprach der Mediziner. Doris Moser

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