Zebrastreifen: In Rißtissen fordern die Eltern mehr Sicherheit für die Kinder

Mehr als 100 Kinder und Erwachsene haben sich gestern Nachmittag in Rißtissen versammelt. Sie fordern einen Fußgängerüberweg auf Höhe der Volksbank.

|
Sie fordern mehr Sicherheit: Eltern und Kinder bei ihrer Demonstration in der Jakob-Aker-Straße. Foto: Emmenlauer

Mehr als 100 Kinder und Erwachsene haben sich gestern Nachmittag in Rißtissen versammelt. Sie fordern einen Fußgängerüberweg auf Höhe der Volksbank. Die Verkehrsbehörden haben den Antrag wiederholt abgelehnt, die Stadt Ehingen unterstützt das Vorhaben der Eltern, hat bislang aber keinen Erfolg. "Wir wollen einen Zebrastreifen. Wir brauchen einen Zebrastreifen. Kein Herz für Kinder". Diese und andere Sätze prangten auf den Plakaten. Treffpunkt zur Demonstration war aber nicht der Standort vor der Volksbank, wo der Fußgängerüberweg nach den Forderungen der Bürger hin soll, sondern die Jakob-Aker-Straße. Einmal, weil es an der Rißstraße zur Hauptverkehrszeit zu gefährlich wäre, wie Organisator Andreas Freudenreich mitteilte, andererseits, weil dies der Weg von der Neubausiedlung in Richtung Rißstraße ist. Vor Ort waren auch Markus Stirmlinger und Johannes Braun, die beiden Gemeinderäte für den Teilort. Schon am Montag hat sich nach ihren Angaben der CDU-Ortsverband einstimmig dafür ausgesprochen, das Anliegen zu unterstützen.

"Erst wenn ein Unfall passiert, wird von den Behörden gehandelt. Wir wollen es nicht so weit kommen lassen. Wir lassen nicht locker", gibt sich Freudenreich kämpferisch. Er sorgt sich um seine und andere Kinder und auch um andere Bürger, insbesondere die älteren Menschen, die von der Siedlung her kommend täglich die Rißstraße queren. Mehrere Verkehrsschauen seien schon durchgeführt worden, erstmals im Jahr 2010, letztmals im vergangenen Juni. Immer wurde abgelehnt, weil in diesem Bereich pro Tag zu wenig Leute über die Straße wollten und mit dem Verweis, auf Höhe der Firma Mast sei ja ein Zebrastreifen vorhanden, berichtet Gemeinderat Markus Stirmlinger. "Der ist aber zu weit weg. Pro Tag werden 7000 Fahrzeuge gemessen. Die meisten zwischen 7 und 9 Uhr sowie 15 und 18 Uhr. Das sind gerade die Zeiten, an denen die Kinder auf dem Schulweg oder zur Sporthalle unterwegs sind, ebenso Mütter mit ihren Kindern zum Kindergarten", ergänzt er.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Bahn geht in die Offensive

Ein Krisenstab soll die Probleme bei der Donautalbahn beheben. Vor allem Berufspendler und Schüler hatten zu leiden. weiter lesen