Wohn- statt Gastraum: Im und hinterm "Hirsch" entstehen Wohnungen

Im früheren Gasthaus Hirsch in Öpfingen entstehen zwölf Eigentumswohnungen. Bauherr ist eine Immobilienfirma aus Remshalden.

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Bürgermeister Karl Lüddecke zeigt die Pläne, wie der "Hirsch" umgestaltet werden soll.  Foto: 

Im vergangenen Jahr hat M & R-Immobilien aus Öpfingen das 3000 Quadratmeter umfassende Areal in der Hauptstraße 22 erworben. Dazu gehört auch das einstige Gasthaus Hirsch und das große Ökonomiegebäude im hinteren Bereich des Grundstücks. Letzteres fällt seit Montag der Abrissbirne zum Opfer. Dort erstellt M & R-Immobilien ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Eigentumswohnungen mit einer Größe von zwei bis fünf Zimmern und 73 bis 160 Quadratmetern. Hinzu kommen 19 Stellplätze. Baubeginn soll im Frühjahr sein.

Dem Bauantrag hatte der Gemeinderat unlängst zugestimmt. Das historische Gasthausgebäude, das im geringen Maß auch dem Denkmalschutz unterliegt, hat die Firma M & R an die Compass Immobilien GmbH veräußert. Das in Remshalden ansässige Unternehmen will den Hirsch sanieren, umbauen und zwölf kleinere Eigentumswohnungen einrichten. Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag konnten sich die Ratsmitglieder im Baugesuch von dem Vorhaben ein genaueres Bild machen.

Die Außenoptik fand jedoch keine große Zustimmung. "Das Dach ist ja völlig mit Gauben überladen. Wie das wohl nachher aussieht", hieß es aus dem Gremium. Ein anderes Ratsmitglied störte sich an den zwölf Parkplätzen, die an den jetzigen Eingangsbereich angrenzen sollen. Mit einer Gegenstimme von Peter Erhard segnete der Gemeinderat den Antrag auf Nutzungsänderung und Umbau des ehemaligen Gasthauses ab.

Einstimmig abgelehnt haben die Ratsmitglieder die Bauvoranfrage zum Neubau eines Zweifamilienhauses mit Garage, dass ebenfalls auf dem Grundstück in der Hauptstraße 22 errichtet werden soll. "Das Grundstück liegt zu 100 Prozent im Außenbereich. Im Flächennutzungsplan ist das Areal als reine Grünfläche ausgewiesen." Außerdem sei es auch von emmissionsrechtlicher Seite nicht möglich, wegen der Nähe von landwirtschaftlichen Betrieben. Deshalb könnte das Objekt nicht realisiert werden, sagte Bürgermeister Karl Lüddecke.

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