Weitere Exponate gesucht

Die Suche nach Exponaten für die Ausstellung über den Ersten Weltkrieg ist gut angelaufen. Dennoch sucht der Geschichtsverein nach weiteren Ausstellungsstücken, hieß es in der Hauptversammlung.

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  • An die Aufrichtung des Soldaten sei nicht zu denken. Das hieß es in der Versammlung des Geschichtsvereins. Das Kriegerdenkmal wurde indes gereinigt. Fotos: Burkhardt 1/2
    An die Aufrichtung des Soldaten sei nicht zu denken. Das hieß es in der Versammlung des Geschichtsvereins. Das Kriegerdenkmal wurde indes gereinigt. Fotos: Burkhardt
  • Bürgermeister Lohner überreichte Barbara Nuber einen Blumenstrauß. 2/2
    Bürgermeister Lohner überreichte Barbara Nuber einen Blumenstrauß.
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400 zahlende Besucher kamen im vergangenen Vereinsjahr in das Museum. Etwa 100 Gäste aus nah und fern sind es bei den Eröffnungen der Sonderausstellungen, die Dr. Winfried Nuber und seine Frau Barbara mit Anita Stökler und weiteren Frauen aufbauen. Viele Leihgaben bleiben anschließend im Museum wie etwa 16 Bilder der Malerin Gertrud von Arand aus dem Besitz des Sammlers Gaus aus Villingen-Schwenningen oder nach der Weihnachtsausstellung mit Christbaumschmuck Arbeiten des aus Rechtenstein stammenden Bildhauers Joseph Abt aus der Familie Erhart-Sendrowski. Eine stolze Bilanz, die der seit 1981 amtierende Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dr. Winfried Nuber, am Donnerstag bei der Hauptversammlung im Café Knebel präsentieren konnte.

Kassierer Alfons Mussotter verwaltet 12 565 Euro Rücklagen, der Verein zählt 96 Mitglieder. Er will in einer Sonderausstellung aufzeigen, wie der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann, im Raum Munderkingen das Leben verändert hat. Einige interessante Leihgaben seien schon im Rathaus abgegeben worden. Sie würden den Besuchern zusammen mit Ursula Erdts Forschungsergebnissen aus dem Stadtarchiv ein eindrucksvolles Bild vermitteln können, was vor allem der jüngeren Generation zugute komme, meinte Winfried Nuber. Da fast alle Familien von der "Urkatastrophe" betroffen gewesen seien, hofft der Geschichtsvereins-Vorsitzende, dass noch mehr Bürger beim Stöbern auf dem Dachboden auf weitere kostbare Stücke stoßen, die die Ausstellung bereichern können.

Mit einem Blumenstrauß dankte Bürgermeister Dr. Michael Lohner der Ausstellungsmacherin Barbara Nuber für deren Arbeit, ehe er auf die vom Vorsitzenden angesprochenen Mängel einging. Nuber hatte Mängel am Dach des Museums, fehlende Heizung, den Mangel an weiteren Ausstellungsräumen und das Fehlen eines Aufzugs beklagt. Lifte am Rathaus und am Museum stellte Lohner bis 2018 in Aussicht, für die Heizung werde rasch gesorgt und auch um Reparaturen am Dach werde er sich kümmern, so dass dort weitere Ausstellungsräume geschaffen werden können. Der Bürgermeister wies die Versammlung darauf hin, dass die beim Jugendhaus geschaffenen neuen Toiletten, die von einer Reinigungskraft betreut würden, auch von Museumsbesuchern genutzt werden können.

Mit der Mitteilung, dass Oliver und Matthias Fiseli am Friedhof mit dem Dampfstrahler das Kriegerdenkmal gereinigt haben, stellte Lohner auch gleich klar, dass an eine Aufrichtung des auf einem dicken Betonsockel liegenden Soldaten nicht zu denken sei, schon der "sehr, sehr hohen Kosten" wegen. Er denke daran, die Pflege des Kriegerdenkmals an die Bürgerwehr zu übertragen, dann "hätte diese eine weitere sinnvolle Aufgabe".

Einen Schritt weiter sei der Förderverein Martinskapelle. Nach einem Vertrag mit der Stadt seien 70 000 Euro Fördermittel vom Land in Aussicht gestellt. Bei 30 000 Euro Eigenmitteln stünden dann 100 000 Euro zur Verfügung. Jedoch klaffe mit diesem Volumen bei den auf 360 000 Euro geschätzten Gesamtkosten für die Renovierung noch eine große Lücke, die noch aus Landesmitteln zu decken wäre. Nuber hofft sowohl bei der Martinskapelle als auch beim Museum auf "Perspektiven in absehbarer Zeit". Für den Geschichtsverein konnte er sagen, dass der Aufsichtsplan schon bis Mitte Dezember stehe, für Herbst die Herausgabe eines Faltblatts in Vorbereitung sei und Erhard Miehle seine Mineraliensammlung dem Museum geschenkt habe. Wolfgang Ertle habe dem Verein zu einem Freundschaftspreis das von ihm gemalte Bild des Hauses des Bäckermeisters Falch an der Bahnhofstraße überlassen, das kürzlich abgebrochen wurde. Nuber bat den Bürgermeister, bei der Überarbeitung der städtischen Internetseite auch an das Museum zu denken. Mit dem Hinweis, dass es sich lohne, im ersten Stock des MVZ die Statue der heiligen Anna aus dem 15. Jahrhundert zu betrachten, schloss Nuber die Versammlung.

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