Wahnsinns-Fest zur 925-Jahr-Feier in Justingen

Mehr als 1600 Besucher hat das mittelalterliche Jubiläumsfest zum 925-jährigen Bestehen Justingens bei gutem Wetter angelockt. Viel Lob und die Zelter-Plakette des Kirchenchors rundeten das Wochenende ab.

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  • Spannende Ritterturniere zu Pferd, aber auch Zweikämpfe zu Fuß, sahen die vielen Zuschauer am Wochenende in Rottenacker. Fotos: Anne Laaß 1/2
    Spannende Ritterturniere zu Pferd, aber auch Zweikämpfe zu Fuß, sahen die vielen Zuschauer am Wochenende in Rottenacker. Fotos: Anne Laaß Foto: 
  • Vom stellvertretenden Landrat Heiner Scheffold erhielt Peter Eck (rechts), Vorsitzender des Kirchenchors Justingen/Ingstetten, in St. Oswald die Zelterplakette. 2/2
    Vom stellvertretenden Landrat Heiner Scheffold erhielt Peter Eck (rechts), Vorsitzender des Kirchenchors Justingen/Ingstetten, in St. Oswald die Zelterplakette. Foto: 
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"Es ist Wahnsinn, für so eine kleine Ortschaft", sagte eine Frau über das zweitägige Fest in Justingen. Bereits am Samstagabend hatte die Feier zum 925-jährigen Bestehen des Orts mit einer Rede des Ortsvorstehers Jürgen Stoll begonnen. Seinen Dank richtete er Jürgen Glökler als Vertreter der Sparkasse Ulm für eine Geldspende, das für die Anschaffung von Spielgeräten im Kindergarten verwendet wird.

Zum Auftakt schauten auch die Bundestagsabgeordnete Ronja Schmitt, Karl Traub vom Landtag und der Landtagskandidat Manuel Hagel vorbei. Harald Bloching und Klaus Gaus seien "geschichtsinteressierte Justinger", ohne die man das Fest nicht feiern würde, betonte Stoll. 1090 war Justingen erstmals in einer Schaffhauser Urkunde erwähnt worden, seitdem hat sich einiges verändert. Doch zum Fest ging es optisch, musikalisch und spielerisch zurück ins Mittelalter. Die Verkaufsstände boten passende Kleidung, Seife, Kräuter, Waffen und mehr.

Die Württemberger Ritter sorgten mit ihren Turnieren für Menschenansammlungen und viel Zuspruch. "Oberritter" Klaus Gaus wurde vom Justinger Volk besonders umjubelt. "Es war toll", lobten Josef und Gretel Walter aus Schelklingen. Sie waren vom Nachtturnier und besonders vom Vortrag über Justingen begeistert. "Nix zu beanstanden" hatte auch ein "waschechter Justinger". Alle Erwartungen seien getroffen wurden. Das Fest lockte das ganze Wochenende ehemalige Bürger Justingens an.

1000 Gäste am Samstag, 600 am Sonntag, berichtete Gerhard Gaus von der Justinger Feuerwehr - das sei beinahe zu viel gewesen, scherzte er. Denn ein Nachteil bei so vielen Besuchern sei die Wartezeit beim Essen gewesen. Für das Fest engagierten sich alle Justinger Vereine sowie der Brauchtumsverein Schelklingen. Dieser sorgte unter anderem mit Armbrust- oder Bogenschießen fürs Kinderprogramm. Das gute Wetter zog sich zur Freude der Ritter, Burgfräulein und Gäste über das gesamte Wochenende.

Ein weiterer Höhepunkt war die Überreichung der Zelter-Plakette an den Kirchenchor Justingen/Ingstetten am Sonntagmorgen durch Heiner Scheffold, Stellvertreter des Landrats. Er überbrachte die "Goldmedaille des guten Chorgesangs" und überbrachte die Glückwünsche des Landrats. Die Plakette könne man als "Jubiläumsgeschenk" werten, sagte Scheffold. Sie wird nicht nur für das mehr als 100-jährige Bestehen des Kirchenchores verliehen, sondern auch für dessen Engagement in der Gemeinde. Kirchenchor-Vorsitzender Peter Eck nahm die Plakette stolz entgegen. Der Chor wurde mit viel Applaus in der St. Oswald Kirche gefeiert. Pater Anthony Kavungal feierte den Jubiläumsgottesdienst. Baron Freiherr von Freiberg besuchte die 925-Jahr-Feier an beiden Tagen; er sei "mit Justingen weiterhin verbunden". Schirmherr der Veranstaltung war Bürgermeister Michael Knapp. Die Grundschule wie auch der Kindergarten Justingen hatten eine kleine Aufführung eingeübt.

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