Vorerst ein Bett im Gästehaus des Landes

Am Montag geht es los. Dann beginnt für Heinz Wiese seine zweite Legislaturperiode im Bundestag. Ein erstes Büro hat er, ein Zimmer sucht er noch.

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Heinz Wiese ganz offiziell: Dieses Foto zeigt den Ehinger im Handbuch der Abgeordneten.

Er freut sich. Das klingt aus allem, was Heinz Wiese über seine ersten Tage in Berlin erzählt. Für den jetzt 68-Jährigen aus Ehingen ist der Start in die 18. Legislaturperiode des Bundestags ja eine Art Rückkehr, nachdem er von 1998 bis 2002 schon einmal für vier Jahre ein Mandat in Berlin hatte. Sein Büro von damals, im sechsten Stock im Paul-Löbe-Haus und mit Blick auf Siegessäule und den Platz der Republik, bekommt er zwar nicht mehr, dort sitzt jetzt Thomas Bareiß (Sigmaringen-Zollernalb), doch mit der vorläufigen Bleibe in einer Nebenstelle des Parlaments Unter den Linden ist er zunächst versorgt. Er teilt sich das Büro mit Matern von Marschall aus Freiburg, und beide gehen davon aus, dass ihnen mal der Sprung ins Jakob-Kaiser- oder ins Paul-Löbe-Haus in unmittelbarer Nähe des Reichstags gelingen wird. Eine Wohnung hat er noch nicht; schlafen kann Heinz Wiese aber bis auf weiteres im Gästehaus der Landesvertretung Baden-Württemberg. Das gefällt ihm. Was er jetzt noch braucht, ist ein guter Schleichweg von Ehingen zum Flughafen Echterdingen, vorbei an den Staus auf der A 8 und den Baustellen bei Aichtal. Wiese hofft, die Präsenz in Berlin so gestalten zu können, dass er wie bisher in Gemeinderat und Kreistag eine aktive Rolle wird spielen können.

Inhaltlich wird die Kommunalpolitik auch im Bund einer der Schwerpunkte sein, als Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik. Ganz vorn steht bei Wiese aber die Arbeitnehmergruppe in der Unionsfraktion. Die stellt rund ein Drittel der Abgeordneten: "Wir haben jetzt ein ganz anderes Gewicht", zeigt sich Wiese zuversichtlich im Hinblick auf erwartete Kontroversen etwa mit der Mittelstandsvereinigung in der CDU. "Das schafft Chancen wie noch nie." Peter Weiß aus Südbaden, den Vorsitzenden der Arbeitnehmergruppe, kennt Wiese noch aus gemeinsamen Zeiten bei der Jungen Union.

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