Voller Sound und exaktes Spiel beim Frühjahrskonzert

Mit einem glanzvollen Frühjahrskonzert stimmte die Ehinger Stadtkapelle ihre Gäste in der voll besetzten Lindenhalle auf den Muttertag ein. Voller Sound und exaktes Spiel erfreute das Publikum.

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Das Frühjahrskonzert am Vorabend des Muttertags ist in Ehingen auch ein gesellschaftliches Ereignis. Das sieht man an den zahlreichen Vertretern aus Politik und Kirche, die der Vorsitzende Manfred Veser als Besucher herzlich begrüßte. Gleichzeitig ist das Konzert eine Präsentation des Könnens und der Stimmung in der Stadtkapelle. Und die gab unter der Leitung von Thomas Wieser eine sehr gute Visitenkarte ab.

Die Jugendspielgruppe eröffnete mit Titeln wie "Leuchtfeuer" von Kurt Gäble und "Poker Face" von Lady Gaga den Abend. Die Ansagen kamen dabei von den jungen Musikern, die das durchwegs charmant bewerkstelligten. "Poker Face" sei ja eigentlich der Begriff für "ausdruckslos", meinte ein junger Musiker. Er empfinde das Stück aber gar nicht als ausdruckslos.

Wie man ausdrucksvoll spielt, hatte Wieser seinen Schützlingen gut beigebracht. Das hörte man auch in dem Titel "Crocodil Rock", bei dem die Jugendspielgruppe und das Jugendblasorchester gemeinsam auf der Bühne standen. "Mal schauen, ob ihr eure Füße zu Elton John still halten könnt", kündigte die Moderatorin den Titel an. Der Titel "Cloud(iu)s, der Wolkenmann" begann leise säuselnd. Später waren Regentropfen zu hören, die die Musiker mit den Fingern schnippten. Zum Schluss des Stücks ging lautmalerisch die Sonne auf. In die musikalischen Fluten stürzten sich die Nachwuchsmusiker mit Melodien aus "Pirates of the Caribbean".

Das Blasorchester stimmte mit dem "Einzug der Gladiatoren" von Julius Fucik eine schmetternde Zirkusmusik an, die die Zuhörer förmlich mitriss. Ein bisschen romantisch und gefühlvoll wurde es mit dem Musical "Elisabeth", in dem man auch einen Walzer hörte.

Symphonische Blasmusik mit unterschiedlichen Klangelementen und Stilen präsentierte das Orchester unter der Moderation von Thomas Sievers nach der Pause auf hohem Niveau. Mit "Orion" von Jahn van der Roost hörte das Publikum einen langsamen Marsch, der von pulsierenden Rhythmen unterlegt war. In der "Alpina Saga" öffneten sich die Weiten einer Bergwelt. In der Mitte des Stücks stimmten die Musiker mit Wassergläsern, auf deren Rand sie mit feuchten Fingern Klänge erzeugten, sphärische Musik an. Auch gesungene Passagen gaben der Komposition einen ungewöhnlichen Akzent.

Der Titel "Zeitenwende" kündigte musikalisch einen neue Ära an und mit "Puszta" galoppierten die Musiker in die Weite der Steppe. Hier hörte man Tänze, in denen die Finger der Bläser flink über ihre Klappen flogen und Hörner, die wie Pferde über die Koppel sprangen. Das begeisterte Publikum spendete lange Beifall und freute sich auf das Standkonzert im Freien am nächsten Tag.

Das Frühjahrskonzert war auch wieder Anlass, verdiente Mitglieder zu ehren. Für zehnjährige Mitgliedschaft bekamen Kevin Lepple, Christoph Hänle und Manuel Zehrer vom Vize-Kreisverbandsdirigenten Rupert Vogl die bronzene Ehrennadel des Blasmusikkreisverbandes Ulm/Alb-Donau angesteckt. Seit 20 Jahren spielen Eva-Maria Walz, Peter Zehrer, Florian Leicht und Michael Hafner in der Stadtkapelle (silberne Ehrennadel). Über eine Ehrennadel in Gold mit Diamant und der dazugehörenden Urkunde freuten sich Eugen Wiest, Günther Lepple und Bruno Kuhn. Der Saxophonist Armin Thumm ist seit 60 Jahren Mitglied und erhielt dafür eine goldene Ehrennadel mit einem extra großen Diamanten.

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