Verkehrsminister Hermann lässt prüfen

Ist doch ein IRE-Halt in Erbach möglich? Die Landtagsabgeordneten Jürgen Filius (Grüne) und Martin Rivoir (SPD) haken im Verkehrsministerium nach.

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Kein IRE-Halt in Erbach. Daran werde auch die Elektrifizierung der Südbahn Ulm-Friedrichshafen-Lindau nichts ändern. Diese Position der Bahn hat deren Bevollmächtigter für Baden-Württemberg, Eckart Fricke, erst kürzlich gegenüber dem SPD-Landtagsabgeordneten Martin Rivoir bekräftigt. Der Bericht der SÜDWEST PRESSE über ein Gutachten des schweizerischen Verkehrsbüros SMA, wonach ein solcher Halt sehr wohl möglich sei und für steigende Fahrgastzahlen sorgen würde, hat Rivoir jetzt dazu veranlasst, beim baden-württembergischen Verkehrsministerium nachzuhaken. Wie wird das Gutachten bewertet, will der Abgeordnete von Minister Winfried Hermann (Grüne) wissen. Und: Könnte das Land bei der Ausschreibung der Verkehrsleistungen auf der Südbahn einen IRE-Halt in Erbach vorsehen?

Möglicherweise. In einer ebenfalls gestern veröffentlichten Mitteilung des Grünen-Landtagsabgeordneten Jürgen Filius heißt es nämlich: "Die Einrichtung eines IRE-Halts in Erbach ist noch nicht vom Tisch." Demnach hat Verkehrsminister Hermann gegenüber Filius angekündigt, sein Haus werde die Einrichtung eines IRE-Halts in Erbach nun prüfen. Sobald Ergebnisse vorliegen, wolle das Ministerium auf die Bahn zugehen. Filius zufolge ist er sich mit Hermann einig, dass ein solcher Halt sinnvoll sei: "Im Hinblick auf die Bedeutung der Stadt Erbach" sowie "als Anreiz zur Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene". Ferner, meint Filius, könnte der Alb-Donau-Kreis dann zu einer höheren Beteiligung an den Kosten des Projekts bewegt werden. Schließlich gebe es dann einen Südbahn-IRE-Halt im Landkreis.

Auf das SMA-Gutachten geht Filius in seiner Mitteilung nicht ein. Dieses sieht unter anderem "Sprinter"-Züge zwischen Ulm und Friedrichshafen vor, die unterwegs nur in Biberach und Ravensburg halten und von denen jetzt bereits einige verkehren. Der Interregio-Express (IRE) könnte dann auch in Erbach halten, wie bereits jetzt eine Station weiter in Laupheim-West.

Das Gutachten wurde für die Interessengemeinschaft Südbahn angefertigt, deren Geschäftsstelle beim Regionalverband Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg angesiedelt ist. Nach Auskunft des Verbands ist das Gutachten nach Aktualisierungen vor etwa einem Monat dem Verkehrsministerium vorgelegt worden. Eine Rückmeldung werde in zwei bis drei Wochen erwartet.

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