Vereinsfest in Ingstetten

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Wenn die in Beige gekleideten Stuttgarter das Biosphärengebiet überfluten: Hillu mit einem „Heckascheißerle“.  Foto: 

Seit 125 Jahren besteht die Ortsgruppe Justingen/Ingstetten des Schwäbischen Albvereins. Zusammen mit dem Bio­sphäreninformationszentrum Hütten lud die Ortsgruppe zu ihrem Vereinsfest in die Heinrich-Bebel-Halle nach Ingstetten. Vertrauensmann Rainer Moser begrüßte die Gäste.

Danach boten Hillu Stoll und Franz Auber von „Hillus Herzdropfa“ sowie Friedel Kehrer von den „Bronnweiler Weibern“ den rund 200 Besuchern einen mit schwäbischem Witz gespickten Vortrag. Die zwei Stunden Spielzeit ließen die Gäste an dem verregneten Sonntag mal so richtig lachen. Auch Ortsvorsteher Dieter Schmucker und Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh lachten von Herzen mit. Ruckh musste sich gleich zu Beginn Kritik gefallen lassen. Hillu Stoll regten die „Heckascheißerla“ auf – die immer in Beige angezogenen Stuttgarter, die in das Biosphärengebiet reinströmten und keine Ahnung von den Pflanzen hätten wie „Bettsoicher“ (Löwenzahn), „Guggigai“ (Bocksbart) oder „Zirrenga“ (Flieder). Der Vorschlag von Auber, das Lied „I ka vor Rotz et Schnaufa“ zu singen, wurde von seinen beiden Partnerinnen abgelehnt und durch ein Gedicht ersetzt. Ein weiteres Gedicht hatte Hillu wohl im Nachtkäschdle ihrer Großmutter gefunden. Es handelte von der Erschaffung der Schwäbischen Alb. Auch ein Sketch folgte, in dem ein Stuttgarter in einem Wirtshaus nach einem Schwarztee ohne Zucker, Milch und Zitrone verlangte. Von Höflichkeit war dabei nichts zu spüren. Sie meinte, dass eine schwäbische Bedienung schon freundlich sei, wenn sie nicht handgreiflich werde.

Nach Kaffee und Kuchen handelte ein anderer Sketch von der Volkshochschule in Ehingen, wo sich die Bäuerin für Gehirnjogging anmeldete, aber wegen ihrer Rechts-Links-Schwäche den Raum verwechselte, bei dem Kurs „Backen ohne Mehl“ landete und zwei „Nackete“ antraf. Auf die Frage, ob hier „Backen ohne Mehl“ sei, meinte die Teilnehmerin: Nein, hier sei „Stopfen ohne Garn“. Die etwas einfach gestrickte Babett wurde später von dr’ Lena als eine Frau bezeichnet, die blöder als zehn Meter unbeleuchteter Feldweg sei.

Bevor die Zuschauer in die Ingstetter Winterlandschaft entlassen wurden, gab es noch weitere  Sketche, ein Gedicht über gute Vorsätze und ein Lied über das Paradies. Das enthielt den Hinweis, dass, wenn Adam ein Schwabe gewesen wäre, er den Apfel nicht Eva gegeben, sondern ihn vermostet hätte.

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