Unterwegs mit einem Apostel

Einen Dorfspaziergang mit Abtauchen in biblische Geschichte konnte man in Nasgenstadt unternehmen. Dabei mussten Aufgaben erledigt ...

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Bei der Reise auf Apostel Paulus Spuren machten manche sogar auf Kirchenbänken Rast.  Foto: 
Peter und Paul sind die Patronatsherren der Nasgenstadter Kirche, deshalb hat die dortige Kirchengemeinde eine besondere Beziehung zu den Aposteln. Auch Gemeindereferentin Sabine Knorr und Pastoralreferentin Ulrike Krezdorn hatten sich beim „Kirchener Bibelherbst“ schon 2013 eingehend mit dem Apostel Paulus beschäftigt und einen Paulus-Parcours ausgearbeitet, auf dem es Wissenswertes zum Apostel zu erfahren gab. Er gilt als großer Reiseapostel, der im Laufe seines Lebens 16 000 Kilometer zu Fuß zurücklegte.

Auf Paulus’ Spuren konnten nun die Nasgenstadter wandeln. Dazu hatten sich die Organisatorinnen eine Reise mit Koffer zu fünf Stationen ausgedacht, die in der Nasgenstadter Schule, in der Kirche oder im Feuerwehrhaus aufgebaut waren. Die Kofferausgabe einschließlich Fahrausweis fand im Pfarrhaus statt. Dort hatten die Ministranten und Kirchengemeinderäte einen Flugplatz mit Verpflegungsstation eingerichtet. Eine Durchsage vom Band stimmte auf die Route ein.

Rund 45 Leute interessierten sich für den Paulus-Spaziergang und rüsteten sich mit den „Koffern“, sprich mit den nötigen Materialien wie einer Info-Mappe und Kugelschreiber, aus. Im Laufe der Städtetour, die durch ein imaginäres Philippi, Ephesus, Antiochia und Korinth führte, mussten die Reisenden einen Kerker aus Papier bauen, einen antiken Stadtplan beschriften oder mit einer altertümlichen Schreibfeder schreiben. Denn Paulus schrieb eine ganze Menge an Briefen, die heute noch in der Kirche gelesen werden.

Eines der amüsantesten Reiseziele war die Nasgenstadter Wendelinuskapelle, in der die Besucher von Pappfiguren namens Silas, Andronikus, Junia oder Priska empfangen wurden. Diese Damen und Herren stellten sich auf ihren umgehängten Schildern als Mitarbeiter des Paulus vor. „Hier muss man die sieben Figuren sechs Städten zuordnen“, fand eine Mutter heraus. „Da sieht man ziemlich schlecht durch, weil der Paulus so viel unterwegs war“, befand Marius. Mit gegenseitiger Hilfe klappte aber auch diese Aufgabe, wobei sich Marius’ älterer Bruder darauf verlegte, von den anderen abzuspicken. Aber das haben zu Paulus’ Zeiten auch schon antike Briefschreiber gemacht.

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