Sturmfolgen und Schädlinge

Aufgrund des August-Sturms müssen an sieben Stellen in Ehingen Bäume gefällt werden. Zudem bereiten Schädlinge wie der Hallimasch Probleme.

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Gleich an sieben Stellen im Ehinger Stadtgebiet müssen nach dem schweren Sturm im August Bäume gefällt werden, weil eine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann und die Bäume zu kippen drohen.

Insgesamt 27 Fällungen und drei Durchforstungen enthält der Fäll- und Pflanzkatalog der Stadt Ehingen, der am Mittwoch, 6. November, im Rahmen des "Grünen Tisches" vorgestellt wird und den die Stadt bereits gestern vorab bekanntgegeben hat.

So ist die Birke vor dem Franziskanerkloster vom Sturm im August stark beschädigt. Der Stamm wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen, ein Starkast wurde bei den orkanartigen Böen sogar komplett abgerissen. Der Baum wird nun gefällt, an seiner Stelle wird ein neuer gepflanzt. Ähnlich wird auch mit einer Robinie an der Lindenhalle verfahren. Der Baum droht nach den Unwetterschäden zu kippen, da er angeschoben wurde und bereits jetzt zur Seite geneigt ist.

Aufgrund zu starker, durch den Sturm verursachter Schäden müssen auch eine Birke in der Kleingartenanlage beim Wohngebiet Büchele, ein Bergahorn an der Donauhalde, eine Trauerweide in der Winckelhoferstraße beim ehemaligen Gesundheitsamt sowie eine Silberweide am Schmiechufer bei der Fischtreppe gefällt werden. Bei letzterer wurde der Wurzelbereich komplett unterspült. Hier ist keine Ersatzpflanzung vorgesehen.

Gleich mit doppelter Begründung zur Fällung vorgeschlagen wird eine Silberpappel bei der Gaststätte Wolfert. Der Baum weist starke Sturmschäden auf, zudem ist er vom Hallimasch befallen, einer Pilzart, die als Schädling vermehrt auftritt. Für die Silberpappel wird von der Stadt ein neuer Baum gepflanzt werden. Auch eine Robinie in der Parkanlage Lindenhalle ist von dem gleichen Pilz befallen. Sie stirbt langsam ab und wird deshalb gefällt. Auch hier wird es eine Ersatzpflanzung geben.

Das Eschentriebsterben (wir berichteten) macht gleich fünf Fällungen von Eschen am Stadion notwendig. Für sie werden keine neuen Bäume gepflanzt. Beim Eschentriebsterben werden die Bäume von einem Pilz befallen, der sie über die Blätter infiziert, der Pilz wandert ins Holz. Da Pflanzenschutzmittel gegen den Pilz wirkungslos sind, wird zum Infektionsweg, dem Krankheitsverlauf und der Ausbreitung des Pilzes geforscht. Eine Ersatzpflanzung ist hier nicht vorgesehen.

Durchforstet werden soll der Buchenbstand beim Wasserturm in Rißtissen sowie die Gruppe der Kastanien am Donauradwanderweg beim Volksplatz. Sie stehen zu eng; das Bauamt will Bäume mit Wuchsfehlern herausnehmen und gute Bäume entsprechend freistellen.

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