Studenten aus Biberach entwerfen ein Info-Zentrum für den Hohlen Fels

Studenten der Hochschule Biberach planen ein Info-Zentrum am Hohlen Fels in Schelklingen. Professor Gerhard Lutz stellte den Ablauf der Planung vor.

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Studenten der Hochschule Biberach haben bereits ähnliche Projekte wie das in Schelklingen gestaltet - etwa einen Besucher-Pavillon für die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen 2011 (im Bild). Ob in Schelklingen auch Holz - oder vielleicht sogar Zement - zum Einsatz kommt, ist noch offen.  Foto: 

Studenten der Hochschule Biberach entwerfen Pläne für das Info-Zentrum am Hohlen Fels in Schelklingen. Das haben die Stadträte am Mittwochabend beschlossen. Zuvor schilderte Gerhard Lutz, Diplom-Ingenieur und Vertretungsprofessor, wie sich die Hochschule den Ablauf der Planung vorstellt. Ein Semester lang - wahrscheinlich schon im nächsten Sommer - beschäftigen sich Studenten des Master-Studiengangs mit der Planung des Zentrums. Dabei sollen die Studenten vor Ort Sichtachsen und Verkehrswege erkunden und die beste Lage für das Info-Zentrum erforschen. Die Leitung dabei hat Professor Matthias Loebermann vom Institut für Architektur und Städtebau der Hochschule. Die Studenten zeichnen dann Entwürfe für das Info-Zentrum - bis zu zwanzig solcher Entwürfe könnten so entstehen, sagte Lutz. Ziel sei es, ein "unverwechselbares Gebäude" zu erfinden, das der Bedeutung der weltberühmten Fundstätte gerecht werde. Aus den Entwürfen könnten die Stadträte dann wählen und die Ideen als Grundlage für die weitere Planung nehmen. Sein Part sei das Projektmanagement, sagte Lutz - das sei ebenso Teil des Projekts.

Das Ganze kostet die Stadt - bis auf eine mögliche kleine Anerkennung für den Studenten, der den besten Entwurf abgegeben hat - nichts. Für die Hochschule sei die Planung eine sehr reizvolle Aufgabe, sagte Lutz. In Gesprächen müsse noch abgeklärt werden, welche Anforderungen das Info-Zentrum erfüllen müsse - etwa Toiletten, Bewirtung und anderes mehr. Auch über das Parken müsse gesprochen werden.

Sprecher aller Fraktionen begrüßten die Initiative der Hochschule. Die Planung sei höchst notwendig, sagte Jürgen Haas. "Eine Weltkulturerbestätte mit einem Dixi-Klo davor - das geht einfach nicht." Von einem "Glücksgriff für die Stadt" sprach Paul Glökler (CDU). Auch Heinz Zeiher (CDU) und Hans Merkle (Freie Wähler) äußerten sich zustimmend. Die Sicht des Alb-Donau-Kreises stellte Wolfgang Koller, Fachdienstleiter Ländlicher Raum, vor. Mit der Entscheidung über eine mögliche Weltkulturerbestätte Hohler Fels sei 2017 zu rechnen, so Koller. Wichtig für die Anerkennung sei ein Tourismus-Management-Konzept, es müsse geklärt sein, wie die Besucher an den Fundstätten gelenkt werden. Die Unesco erwarte ein schlüssiges Konzept. Ein Info-Zentrum am Hohlen Fels sei da ein wertvoller Baustein, sagte Koller.

Höchst eigenwillige Haushalts-Vorberatung in Schelklingen - Glökler verlässt die Sitzung

Haushalts-Vorberatung Die Sitzung in Schelklingen am Mittwochabend gestaltete sich äußerst eigenwillig: Um 20 Uhr war der Tagesordnungspunkt Vorberatung an der Reihe. Bürgermeister Michael Knapp erklärte aber kurzerhand, dass er für diese Zeit Gäste für eine nichtöffentliche Sitzung geladen habe. Die könne man nicht warten lassen. Die Sitzung wurde daraufhin für eineinhalb Stunden unterbrochen.

Disput Als die öffentliche Sitzung dann nach 21.30 Uhr fortgesetzt wurde, blickte mancher Stadtrat schon skeptisch zur Uhr. Einem reichte es: Der CDU-Fraktionsvorsitzende Paul Glökler erhob sich Punkt 22 Uhr von seinem Platz und verließ wortlos den Saal. Knapp ging dann im weiteren Verlauf der Sitzung Josef Schmid (CDU) harsch an, weil dieser eine Frage zum Feldwege-Budget stellte. Was das denn solle, diese Frage sei bei den vergangenen Haushaltsberatungen doch schon zig-mal gestellt worden. Schmid wehrte sich: Knapp solle die Sitzungen zeitlich besser planen, dann müsse er sich nicht über Fragen der Räte aufregen. Auch Knapps Grenze war damit wohl erreicht: Die Vorberatung für den Haushalt 2015 sei die letzte, an der er teilnehme, kündigte er an. Er werde im Herbst nächsten Jahres nicht mehr an den Haushalts-Vorberatungen teilnehmen. Das sei dann Sache seines Nachfolgers.

Künftige Vorberatung Die Mehrheit der Stadträte beschloss dann nach 23 Uhr, die nächste Haushalts-Vorberatung nichtöffentlich abzuhalten. Das auch, "um mal Dampf abzulassen".

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