Stempel aufgedrückt

50 Jahre Fachklinik Dietenbronn und Verabschiedung von Prof. Erich Mauch: Am Mittwochnachmittag fanden der Festakt zum Jubiläum und die Verabschiedung des ärztlichen Direktors statt.

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Abschied vom ärztlichen Direktor Prof. Dr. Erich Mauch (Zweiter von links): Jan Stanslowski (Vorstandsmitglied der Sana Kliniken, Beate Jörißen (Geschäftsführerin Fachklinik Dietenbronn), Prof. Dr. Hayrettin Tumani, der neue ärztliche Direktor der Fachklinik Dietenbronn, und Prof. Dr. Albert C. Ludolph von der Uni Ulm (von links).  Foto: 

"Diese Klinik genießt bundesweit ein hervorragendes Renommee mit Modellcharakter. Hier wurde in den vergangenen Jahrzehnten beispielhafte Pionierarbeit geleistet", sagte Jan Stanslowski in seiner Festansprache vor rund 100 Gästen. Er ist Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG, die seit 1988 unter anderem Träger der neurologischen Klinik Dietenbronn ist. Bereits vor 50 Jahren sei die Klinik die erste Einrichtung in Baden-Württemberg mit Schwerpunkt auf neurologische Krankheiten gewesen, speziell Multiple Sklerose.

Ende der 80er Jahre, sagte Stanslowski, habe die Klinik ein wirtschaftliches Tief erlebt, war räumlich wie auch therapeutisch nicht mehr zeitgemäß. Unter neuer Trägerschaft der Sana Kliniken, des Landkreises und der Amsel-Stiftung im Jahr 1988 habe sich die Fachklinik weiterentwickelt. 1991 fand der Spatenstich für die Erweiterung und Modernisierung statt. Die Klinik verfüge aktuell über 52 Patientenzimmer mit 100 Betten. Als erste Klinik im Landkreis bekam Dietenbronn 1994 einen Kernspintomographen, zehn Jahre später folgte dann ein Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT) der neuesten Generation. Das Vorstandsmitglied dankte allen, die zur Entwicklung zum "Erfolgsmodell" beigetragen hätten.

Die Fachklinik Dietenbronn sei verbunden mit einem Namen: Prof. Dr. Erich Mauch. "Sie haben maßgeblich zum hohen Ansehen der Einrichtung beigetragen", sagte Stanslowski. Mauch habe Fachkompetenz eingebracht und seine Führungsqualitäten eindrucksvoll bewiesen. "Sie waren auch an der Erforschung wirksamer Medikamente gegen MS beteiligt". Mauch war 1979 zur Facharztausbildung nach Dietenbronn gekommen, 1985 wurde er dort leitender Oberarzt und 1996 ärztlicher Direktor.

Beate Jörißen, Geschäftsführerin der Fachklinik Dietenbronn, ließ die Entwicklung der Klinik kurz Revue passieren. 1965 als Kurklinik für MS-Kranke eröffnet, sei 1989 mit der neuen Trägerschaft und danach mit der Kooperation der Universität Ulm eine zukunftsfähige Plattform geschaffen worden. "Unsere Klinik genießt in Fachkreisen den besten Ruf." In Dietenbronn würden jährlich rund 4500 Patienten ambulant, vorstationär und vollstationär behandelt. 140 Mitarbeiter seien in der Fachklinik beschäftigt.

Der Biberacher Landrat Dr. Heiko Schmid sagte zu Mauch, er habe " der Klinik Ihren Stempel aufgedrückt". Dietenbronn habe sich als Spezialist für Multiple Sklerose, Parkinson und Demenz einen besonderen Namen gemacht. Zur Mitträgerschaft des Landkreises sagte er: "Dietenbronn passt ideal in unser gesundheitliches Konzept. Es ist ein Krankenhaus der Zukunft." Zum neuen ärztlichen Direktor Prof. Dr. Tumani meinte Schmid: "Sie werden sicher mit demselben Engagement und Herz agieren."

Dr. Michael Alt vom Stiftungsrat der Amsel-Stiftung zählte die Fachklinik Dietenbronn bundesweit zu den führenden Kliniken in der Maximalversorgung von Multipler Sklerose. "Das Erfolgsrezept hier sind die Ärzte, Therapeuten und das Pflegepersonal." Zu Mauch, der seit mehr als 30 Jahren in Öpfingen wohnt, sagte er: "Jetzt haben Sie mehr Zeit für Ihre Familie, für Haus und Garten sowie für die Musik als Ihr großes Hobby." Mauch gehört dem Lions-Club Ehingen an und ist treuer Besucher der Jazztage.

"Die Zusammenarbeit funktioniert bestens. Wir als Gemeinde begleiten die Fachklinik sehr wohlwollend", sagte der Schwendier Bürgermeister Günther Karremann. Er beschrieb Mauch als überaus kompetent und sehr menschlich.

In den Festakt eingebunden waren drei Kurzvorträge von Prof. Mauch zur Entwicklung in der Behandlung von MS, Prof. Ludolph über zukünftige Entwicklung in der Versorgungs- und Hochleistungsmedizin der Neurologie sowie vom neuen ärztlichen Direktor Prof. Tumani ein Ausblick in die zukünftige Therapie der Multiplen Sklerose. Sein Ziel: "Wir wollen in der Therapie nicht nur Stillstand, sondern Regeneration erreichen." Festliche Klänge und ein Büfett rundeten die Feier gebührend ab.

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