Stadt steht vor einem schwierigen Jahr

Schelklingen steht vor einem weiteren schwierigen Haushaltsjahr. Kämmerer Ruckh rechnet wieder mit einer negativen Zuführungsrate und einer hohen Kreditaufnahme. Die Belastungen der Stadt sind hoch.

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Das Haushaltsjahr 2013 fiel für Schelklingen zwar wesentlich besser aus als erwartet (siehe Meldung auf dieser Seite). Doch der Ausblick auf die Finanzlage 2015 ist erneut eingetrübt. Dies wurde bei den Haushalts-Vorberatungen am Mittwochabend deutlich. 937 000 Euro, vermutet Kämmerer Ulrich Ruckh, muss die Stadt aus dem Vermögenshaushalt entnehmen, um die laufenden Geschäfte zu bezahlen. Üblich und erwünscht ist das Gegenteil.

"Von diesem Geld haben wir nichts angeschafft, noch keinen einzigen Ziegel gekauft", klagte Ruckh. Außerdem plant der Schelklinger Kämmerer mit einer Kreditaufnahme von 3,2 Millionen Euro. Das sei alles "eine Menge Holz", sagte Ruckh.

Wofür die Stadt dieses Geld braucht, wurde klar, als Ruckh Posten um Posten im Verwaltungshaushalt verlas. Fast durchgehend hat die Stadt erhebliche jährliche Defizite auszugleichen: Für die neue Kindertagesstätte "Bunte Welt" rechnet Ruckh etwa mit Kosten von 774 000 Euro im nächsten Jahr, unter dem Posten "Kombinierte Grund- und Hauptschulen" steht ein Minus von 238 350 Euro, bei der Bücherei rechnet Ruckh mit einem Defizit von 147 680 Euro.

So geht es weiter - die Flächengemeinde Schelklingen hat viele Aufgaben zu leisten. Dabei bleiben die Einnahmen überschaubar: Die Gewerbesteuer Schelklingens soll 2015 mit 1,8 Millionen Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer soll zwar auf rund 3,2 Millionen Euro steigen (2014: rund 2,9 Millionen Euro). Die Schlüsselzuweisungen vom Land werden dafür aber auf rund 2,2 Millionen Euro sinken (2014: rund 2,4 Millionen Euro).

In der Haushalts-Vorberatung waren einige interessante Punkte zu hören: So ist die Schulhof-Sanierung in Schmiechen nicht in den Haushaltsplan aufgenommen worden. Alle Wünsche aus den Ortschaften wurden laut Ruckh in Kategorien eingeteilt, die Schulhof-Sanierung fiel nicht in die höchste Dringlichkeits-Stufe.

Für den Ausbau der Kleinkind-Betreuung in den Teilorten sind 80 000 Euro eingeplant - "ohne Festlegung auf einen Standort", betonte Ruckh. Für den Ausrückebereich 2 der Feuerwehr sind 170 000 Euro für den Kauf eines Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) vorgesehen, 40 000 Euro für ein weiteres Fahrzeug. Der Unimog des Schelklinger Bauhofs ist in die Jahre gekommen, 180 000 Euro für ein neues Fahrzeug sind eingeplant.

Ruckh will abklären, ob ein Teil des Kaufpreises aus dem Ausgleichstock bezahlt wird. Für die Stadtkernsanierung steht ein Betrag von 180 000 Euro als Eigenanteil der Stadt im Plan - Bürgermeister Knapp teilte mit, dass er einen Folgeantrag gestellt habe, nachdem der Zuschuss-Antrag dieses Jahr abgelehnt wurde.

Für den neuen Bahn-Rad-Wanderweg im Schmiechtal sind insgesamt 48 500 Euro vorgesehen. Das sei nur die "halbe Wahrheit", sagte Kämmerer Ulrich Ruckh - die Sanierung der Wege werde noch zusätzlich kosten.

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