Stadt Munderkingen sucht Lösung für den Festplatz

Seit einigen Jahren fällt bei sommerlichen Festen in der städtischen Anlage Regen, der jedes Mal den Platz aufweicht. Mit Rindenmulch-Schichten wurden jetzt wieder die tiefen Wagenspuren aufgefüllt.

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"Bei einer solch dicken Hackschnitzelschicht wächst kein Gras mehr", befürchtet Josef Ernst Menne, direkter Anwohner der städtischen Anlage in Munderkingen, die auch als Festgelände dient. Tonnenweise Rindenmulch hatte die Stadt nach dem Abbau des Festzeltes vom Sommerfest der Stadtkapelle und dem Abzug des Vergnügungsparks auf den Rasenflächen aufbringen und einwalzen lassen. Ein Kraftakt für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs und ein finanzieller Aufwand, der seit Jahren auf die Stadt zukommt. Denn seit sechs Jahren ist das Sommerfest verregnet. Auch das gemütliche mittelalterliche Lager des Vereins für Brauchtumspflege hatte 2014 auf dem durch Regen durchweichten Boden zwischen dem Donauufer und der Marchtaler Straße seine (Wagen-) Spuren hinterlassen, die ausgemerzt werden mussten.

"Da muss etwas geschehen", sagt Bürgermeister Dr. Michael Lohner, der mit einem Krisenstab im Beisein des Stadtkapellen-Vorsitzenden Axel von Bank die Lage besprochen hat und nun mit der Verwaltung nach einer Lösung sucht. "Wenn es funktionieren soll, müssen wir als erste Maßnahme die Entwässerung des Areals regeln", sagt Lohner. Das sei nicht so einfach, weil auf den Hochwasserschutz einzugehen sei. Die städtische Anlage gelte offiziell als Retentionsfläche. Das heißt: Bei baulicher Umgestaltung müsse die Stadt mit der Gewässerwirtschaft und mit dem Landratsamt Gespräche führen.

"Früher fand das Sommerfest immer bei heißem Wetter statt. Jetzt wirkt sich der Klimawandel wohl auch hier aus und deshalb haben wir jetzt nach jedem verregneten Fest einen matschigen Acker in der Anlage", fährt das Stadtoberhaupt im Gespräch mit unserer Zeitung fort und bricht eine Lanze für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs: "Die haben im Vorfeld schon viel Arbeit und müssen nun stets viel Nacharbeit leisten." Langfristig gesehen sei eine Generalsanierung der Anlage, die den Bürgern und Touristen als Erholungsfläche diene, unumgänglich und finanziell gesehen auch günstiger.

Die Anwohner, die im vergangenen Jahr mit Schaufeln das angefahrene Kies auf den Wegen und auf dem Parkplatz verteilt haben, würden sich freuen, wenn die Anlage wieder so schön werden würde wie sie früher war. In den vergangenen Jahren sei es immer so gewesen, dass kaum das Gras nachgewachsen war, bis das nächste Fest kam.

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