Spendenlauf am Ehinger Gymnasium: Für Kinder, gegen Rassismus

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  • Beim Sponsorenlauf für die Unicef haben doppelt so viele Schüler und Lehrer am Ehinger Gymnasium mitgemacht wie vor drei Jahren. 1/2
    Beim Sponsorenlauf für die Unicef haben doppelt so viele Schüler und Lehrer am Ehinger Gymnasium mitgemacht wie vor drei Jahren. Foto: 
  • Freuen sich über die Aktion am Johann-Vanotti-Gymnasium (von links): Bürgermeister Sebastian Wolf, Daniel Willmann,  Patricia Allgaier und Maurice Kurz mit Schulleiter Wolfgang Aleker. 2/2
    Freuen sich über die Aktion am Johann-Vanotti-Gymnasium (von links): Bürgermeister Sebastian Wolf, Daniel Willmann, Patricia Allgaier und Maurice Kurz mit Schulleiter Wolfgang Aleker. Foto: 
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Phiiiliiiip“ und „Niiico“ riefen am Montagvormittag die Mitschüler, die eine ganze Menge an Gymnasiasten anfeuerten, die unter Volldampf über den Schulhof rannten. Zugunsten des Kinderhilfswerks Unicef gaben die Schüler alles. Wie schon 2014 beteiligten sich alle Altersgruppen, und jeder verausgabte sich für einen guten Zweck. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von 625 Schülern und 30 Lehrern mussten die Sportler in Ehingen in zwei Gruppen laufen. Trotzdem gab es an der Stempelstation, an der jede Runde auf dem Laufzettel mit einem roten Stempel abgezeichnet wurde, gelegentlich Stau. Sportlehrerin Christina Krause hatte den Sponsorenlauf organisiert und auch für eine Erfrischung danach gesorgt.

Jeder Teilnehmer durfte eine halbe Stunde rennen und schaffte mindestens fünf Runden. Der Laufrekord lag, wie schon 2014, bei zwölf Runden. Heuer schaffte der Lehrer Torben Stolze den Rekord. Bei den Schülern liefen Samuel Herzog (10e), Elias Böckheler, Niklas Guggenberger und Jan Rommel (alle Klasse 12) je elf Runden.

Den Rekord bei den Mädchen kann Annika Rueß (10b) für sich verbuchen. Sie lief als einziges Mädchen neun Runden. Auch der Inklusionsschüler Finn Kräutle (7e) nahm in seinem Rollstuhl teil und schaffte fünf Runden.

Nach dem Lauf stellten sich die Jugendlichen am Getränkestand an und zählten schon einmal zusammen, wie viel Spendengeld sie mit ihrer Leistung gesammelt hatten. „30,60 Euro“, rechnete Sarah zusammen, und bekannte: „Ich liebe Sponsorenläufe für was Sinnvolles.“ Je nachdem, wie viele Sponsoren der einzelne Schüler akquirieren konnte, kam eine stattliche Summe zusammen. „Die erlaufenen Gesamteinnahmen belaufen sich auf etwa 20 000 Euro“, sagte Organisatorin Christina Krause am Montagabend. Somit hatte sich nicht nur die Teilnehmerzahl gegenüber 2014 fast verdoppelt, sondern auch die Spendensumme.

Zwischen den beiden Läufen bekam die Schule von Daniel Willmann, dem Vertreter der Landeskoordinationsstelle Baden-Württemberg für die Aktion „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, ein entsprechendes Hinweisschild überreicht. Dieses Schild, das im Eingangsbereich der Schule seinen Platz finden wird, sei keine Auszeichnung, meinte Willmann, „sondern eine Aufgabe“. Das Schild solle jeden, der in der Schule ein und aus geht, daran erinnern, dass Rassismus in der Schule nichts zu suchen hat. „Über Rassismus redet niemand gerne“, meinten die Schülersprecherin Patricia Allgaier und der Schülersprecher Maurice Kurz. Man könne Probleme jedoch nur lösen, wenn man sich damit beschäftige, erklärte Patricia Allgaier. Ein respektvoller Umgang sei dazu erforderlich. Die Teilnahme an dem schulischen Netzwerk bezeichnete sie als richtigen Schritt in die Zukunft und als Schritt aufeinander zu.

Auch Bürgermeister Sebastian Wolf mahnte, man müsse in Zeiten, „in denen offen rassistische Menschen in den Bundestag einziehen“, ein Zeichen setzen und „gemeinsam unsere Werte verteidigen“. Daniel Willman freute sich, dass der Beitritt zu dem Netzwerk auf Eigeninitiative der Schüler initiiert und durchgeführt wurde. Dazu mussten viele Unterschriften gesammelt und Aktionen gestartet werden. „Es ist großartig, wenn so viele Menschen Gesicht zeigen“, ermunterte er die Schüler. „Wenn Ihr Hilfe für kreative Projekte wie  einen Film oder spezielle Dozenten braucht, unterstützen wir euch finanziell“, versprach Willmann.

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