SPD Schelklingen: Bei Lärm kein Handlungsbedarf

Josef Walter ist für seine Mitgliedschaft über 50 Jahre in der SPD Schelklingen von Hilde Mattheis mit einer Urkunde geehrt worden.

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Zur Hauptversammlung der SPD hat der Vorsitzende Jürgen Haas am Freitag Mitglieder und Freunde der Ortsverbände Schelklingen und Allmendingen im Gasthaus Krone begrüßt, auch den Kreisvorsitzenden Bernhard Gärtner, und später die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis. Die 15 Anwesenden gedachten der beiden Urgesteine der SPD Schelklingen, Egmond Scheitenberger und Franz Mann. Bernhard Gärtner berichtete vom Kreisverband über die kommende Bundestagswahl, wobei die SPD bemüht sei Haustürwahlkampf zu betreiben, um den persönlichen Kontakt zum Wähler aufzubauen und Vertrauen zu gewinnen.

Kassierer Peter Hörner gab bei einem soliden Kassenbestand ein Plus von 3105 Euro an, der von Rudolf Kopf geprüft und von Reiner Knoche als ordnungsgemäß bekannt gegeben wurde. Die Sozialdemokraten hatten 2016 bei der Gewerbeschau und dem Hohle-Fels-Fest mitgewirkt, und das Aschermittwoch-Treffen im Museum sei sehr gut besucht gewesen. Der stellvertretende Vorsitzende Rolf Sontheimer berichtete aus der Gemeinderatsfraktion von einem Lärmaktionsplan, den die SPD mit Hilfe von Messungen durchführte bezüglich LKW-Verkehr und Bahn, wobei eher kein Handlungsbedarf zu erwarten sei, wenn der Abschlussbericht vorliegt.

Ferner erwähnte Sontheimer im Energiebereich eine Kostenreduzierung in der Kläranlage und bei der Straßenbeleuchtung, die teilweise schon auf LED umgestellt wurde. Thema waren auch das Radwegekonzept und die Sanierung der Hauptstraße in Schmiechen, wobei die Blaubeurerstraße in Schelklingen nicht vergessen werden dürfe, die schon seit langem einen desolaten Zustand aufweise. Ebenso sanierungsbedürftig sei die Stadthalle im Dach und Sanitärbereich. Ein Neubau würde allerdings mit rund drei Millionen Euro zu Buche schlagen.

Bei der Klausurtagung in Blaubeuren letzte Woche kam die gute Zusammenarbeit mit den Fraktionen und Bürgermeister Ulrich Ruckh zur Sprache. Mit der Erhöhung der Kindergartenbeiträge hätte die SPD-Fraktion mit der Faust in der Tasche zwar zugestimmt, lehne aber eine weitere Erhöhung für 2018 ab. Was das Besucherzentrum am Hohlen Fels angeht veranschaulichte Sontheimer mit einem Beispiel, dass „woanders mit dem ICE gefahren wird und Schelklingen noch mit der Dampflok unterwegs“ sei. Um auf den schnellen Zug aufspringen zu können, müssten auch die Strukturen passen, wie Zuschüsse und die Zufahrt zum Hohlen Fels beim Bahnübergang am früheren Bahnwärterhäusle Lahn.

Josef Walter wurde für seine Mitgliedschaft über 50 Jahre bei der SPD von Hilde Mattheis mit einer Urkunde geehrt. Mattheis hielt in ihrer Laudatio fest, dass die Treue zur Partei über 50 Jahre eine unglaubliche Leistung sei. Die Herzensbindung zu Willi Brandt sei auch Anlass gewesen, dass Sepp Walter mit 26 Jahren in die Partei eingetreten war. Die Kluft zwischen Arm und Reich werde immer größer, gefährde immer mehr die demokratischen Strukturen. Doch Ungerechtigkeit könne nur mit politisch friedlichen Mitteln bewältigt werden.

Walter, der auch Gewerkschaftsmitglied ist, gehöre mit seinem inneren Kompass nicht zu den Leuten, die still halten im Gedanken, wie Mattheis formulierte. „Eine stumme Partei ist eine dumme Partei.“ Deshalb sei die SPD eine linke Volks- und Mitgliederpartei, die heute nicht mehr stumm den Vorgaben gehorcht, die Funktionäre bestimmen, strebe  nach Gerechtigkeit, Freiheit und einer besseren Welt. Mattheis hatte für Josef Walter eine Urkunde und für Jürgen Haas einen Essensgutschein und eine Flasche Wein dabei. Mit dem Schlusssatz „Der Alb-Donau-Kreis ist zu schön, um so schwarz zu sein“ würde um jede Stimme geworben, meinte Mattheis. Jürgen Haas dankte der Politikerin und der Runde mit dem Hinweis und einer Gratulation an die Stadt zum Weltkulturerbe mit einer Feier am Rathaus kommenden Mittwoch (20 Uhr), und hoffe auf zahlreichen Besuch zum Stadtfest am 22. Juli.

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