Sozialfonds "Bürger für Bürger" hat 2013 vieles bewirkt

Der Sozialfonds "Bürger für Bürger" ist 2013 seinem Namen gerecht geworden: Viele haben es möglich gemacht, dass mit 43 500 Euro geholfen werden konnte, sagte Elisabeth Waibel im Jahresbericht beim DRK.

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Ein Mal im Jahr, bei der Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereins Ehingen, gibt es auch den Jahresbericht zum Sozialfonds "Bürger für Bürger", den das Rote Kreuz Ehingen, die Caritas und die SÜDWEST PRESSE an Weihnachten 2007 gegründet haben. Ein Netzwerk der Hilfe, das aus Respekt vor den Menschen in Not ziemlich still arbeitet. Aber schnell und direkt, wie Elisabeth Waibel gestern Abend im DRK-Heim vorgetragen hat. Und unterstützt von vielen: "Der Ehinger Sozialfonds Bürger für Bürger hat im Jahr 2013 seinen Namen wirklich gelebt, denn Bürger und Unternehmen unserer Region haben sich für Menschen im Altkreis Ehingen in einer akuten Notlage eingesetzt und Hilfe möglich gemacht." Private Spenden, der katholische Frauenbund, Ehinger Volksbank aus dem Ostereierverkauf und bei der Tour de Ländle, die Raiffeisenbank und ENBW bei der Tour de Ländle, die Ehinger Energie, die Teakwondo-Abteilung aus Kirchen, die Sponsoren des Adventsloskalenders und mit dem größten Anteil die Aktion 100.000 der SÜDWEST PRESSE haben es mit 34 766 Euro möglich gemacht, dass auch finanziell geholfen werden konnte, wenn es sonst keine Hilfe mehr gab.

Bürger sangen für Bürger beim Benefizkonzert am 2. November in der Lindenhalle. Dieser Abend war auch Auftakt für den Verkauf des Adventsloskalenders, bei dem der Sozialfonds die breiteste Unterstützung durch Menschen und Unternehmen erfuhr, indem sie Gewinne gespendet und mehr als 2200 Adventsloskalender gekauft haben.

Mit diesen Spenden wurde es möglich, berichtete Elisabeth Waibel, dass Menschen in eine andere Wohnung umziehen konnten, weil die Mietkaution als zinsloses Darlehen vom Sozialfonds bezahlt wurde. Aus einer schlecht isolierten Wohnung mit teurer Stromheizung ausziehen zu können, gibt neue Perspektiven. Oder der Umzug in eine kostengünstigere und kleinere Wohnung hilft, dass von der kleinen Rente nach Abzug der Miete etwas mehr zum Leben bleibt. Die neuen Wohnungen gibt es meist nur mit der Zahlung von Mietkautionen in Höhe von zwei oder drei Monatsmieten. Diese anzusparen, war aufgrund der hohen Nebenkosten nicht möglich - und so bleibt nur der Sozialfonds. Drohende Stromabschaltungen für Familien mit Kindern konnten verhindert werden, Nebenkosten-Nachzahlungen haben die angedrohte Kündigung der Wohnung verhindert.

Vermehrt kamen Anträge auf Hilfe bei Fahrtkosten: "Wenn Menschen eine Arbeit aufnehmen könnten, aber die finanziellen Mittel für die Fahrt zur Arbeitsstelle fehlen, darf es daran nicht scheitern", begründet die DRK-Beauftragte dieses Engagement. "Wenn die neue Arbeit im Schichtdienst morgens um 5 Uhr in Ulm beginnt, ist es von einer Albgemeinde aus richtig schwierig, pünktlich dort zu sein. In solchen Fällen hilft nur der Kauf eines billigen, gebrauchten Autos, das meist als zinsloses Darlehen vorfinanziert wird."

Hilfen für Familien mit Kindern oder für Alleinerziehende, der Kauf von gebrauchten Waschmaschinen oder die Kostenübernahme für nötige Brillen konnten weiterhelfen. Auch Kauf von Heizöl war nötig, damit Familien im Winter nicht im Kalten sitzen. Durch den milden Winter waren es aber weniger Anträge als im Vorjahr. Wenn das Nötigste zum Leben fehlte, halfen der Tafelladen und eine Soforthilfe für die Überbrückung der nächsten Tage.

An den Sozialfonds sind 2013 insgesamt 80 Anträge gestellt worden. Gemäß dem Grundsatz, dass es keine direkte Antragstellung gibt, sondern sich immer auch jemand anderes um den Hilfesuchenden kümmern muss, kamen Anträge vom Jobcenter, der Caritas, der Bruderhaus-Diakonie, von amtlich bestellten Betreuern, vom DRK, von Pfarrern und Krankenkassen, von Jugend- und Familienhilfen. Mit Michael Wichert von der Caritas gibt es im Team des Sozialfonds einen Fachmann, der mit den Menschen eine weiterführende Perspektive sucht. Ziel ist es immer, durch die finanzielle Hilfe neue Wege zu eröffnen. So konnte dank der Spender 2013 mit 43 538 Euro geholfen werden. Gleichzeitig wurden fast 12 000 Euro an zinslos gewährten Darlehen zurückgezahlt - für Elisabeth Waibel auch ein Hinweis darauf, "dass die Menschen diese Hilfe auch zu schätzen wissen".

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