Skeptische Stadträte

Die Schelklinger Stadträte besichtigten den Bahnhof, der derzeit umgebaut wird. Bürgermeister und etliche Räte beurteilten die Pläne aber skeptisch. Brandschutz und Nutzungsänderungen waren Themen.

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Skeptische Fragen: Bürgermeister Knapp und die Stadträte besprachen mit Unternehmer Werner Falkenstern (links) den Bahnhofsumbau. Foto: Bernhard Raidt

Der Unternehmer Werner Falkenstern zeigte gestern Stadträten in Schelklingen das Bahnhofsgebäude, das er derzeit umbaut. Wie bereits berichtet, richtet er im Gebäude Zimmer ein, die er im Rahmen von Wohngemeinschaften vermietet. Außerdem ist ein Kiosk und eine Gastronomie samt Biergarten im Gespräch. Konkret ging es gestern Abend um eine Toilette im ehemaligen Eingangsbereich des Bahnhofs. Die soll von den Fahrgästen der Schwäbischen Albbahn genutzt werden. Falkenstern fragte wegen eine Beteiligung der Stadt an dieser Toilette an.

Bürgermeister Michael Knapp und etliche Stadträte zeigten sich skeptisch, nicht nur, was die Einrichtung der Toilette betrifft. Knapp wollte mehr Details wissen und zeigte sich "enttäuscht", dass etwa keine Grobplanung vorgelegt werde, wie das mit der Toilette und der Gastronomie gestaltet werden soll. Der Bürgermeister wollte unter anderem auch wissen, wie das mit dem Pächter für die Gastronomie aussehe. Derzeit gebe es noch keinen Pächter, sagte Falkenstern, es sei noch keiner gesucht worden. Es seien auch nicht vereinbart gewesen, bei der Besichtigung Pläne zu zeigen.

Michael Strobl (Freie Wähler) sah einen Interessenskonflikt zwischen der benachbarten Kult-Kneipe "Stellwerk" und den Gastronomieplänen im Bahnhof. "Stellwerk"-Wirtin Andrea Sieger war bei der Besichtigung des Bahnhofs gestern Abend dabei.

Bruno Baumeister (Pro Schelklingen) fragte nach den Brandschutzmaßnahmen für das Gebäude. Ein Brandschutzbeauftragter sei vor Ort gewesen, sagte Falkenstern. Franz Müller (CDU) riet dem Bauherrn, das mit dem Brandschutz unbedingt zu klären, weil man sonst im Falle eines Unglücks mit einem Bein im Gefängnis stehe.

Weitere Räte wollten wissen, wie es mit einer Nutzungsänderung für das Bahnhofsgebäude sei, wenn jetzt Zimmer für Wohngemeinschaften eingebaut würden. Es seien immer Wohnungen in dem Gebäude gewesen, sagte Falkenstern. Es sei Sache der Stadt, da nachzuhaken, sagte Ute Krey (Pro Schelklingen). Dem widersprach Bürgermeister Knapp in der anschließenden Sitzung. Es sei Sache des Bauherrn, wenn nötig Genehmigungen einzuholen. Die Stadtverwaltung werde sich mit dem Landratsamt in Verbindung setzen und die Sache besprechen, kündigte Knapp in der Sitzung an.

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