Denkmalschutz: Sensibler Bereich am Hohlen Fels

Die Stadt Schelklingen arbeitet mit Beratern der Unesco bei der Planung des Info-Zentrums an der Fundstätte zusammen.

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Grabungen am Hohle Fels, Vorbereitung für Unesco-Entscheidung zum Weltkulturerbe Matthias Kessler  Foto: 

Das neue Infozentrum am Weltkulturerbe Hohler Fels benötigt eine sorgfältige Planung. Die Unesco achtet streng darauf, dass Bauten in der Nähe des Welterbes das Gesamtbild nicht stören. Am Montag hat es dazu ein Gespräch zwischen Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh, Reiner Blumentritt und Edgar Sobkowiak von der Museumsgesellschaft Schelklingen und dem Landesamt für Denkmalpflege gegeben.  „Sehr konstruktiv, sehr partnerschaftlich“, sei das Gespräch abgelaufen, berichtet Bürgermeister Ruckh. „Es war deutlich vom Wunsch getragen, uns etwas zu ermöglichen.“ Das Denkmalamt riet Ruckh, schon frühzeitig im Planungsverfahren die Anforderungen der Unesco zu berücksichtigen. Dies könne erreicht werden, indem Fachleute des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) eingeschaltet werden. Icomos ist die Agentur, die das Welterbe-Komitee berät.

Ein Entwurf ist vorhanden

Geplant ist jetzt ein Workshop zum neuen Infozentrum, an dem Träger öffentlicher Belange zusammenkommen. Dazu gehören etwa Vertreter des Landratsamts, des Energieversorgers und weitere mehr. Auch Fachleute von Icomos sollen zu diesem Workshop geladen werden. Das Treffen soll noch in diesem Jahr stattfinden, berichtet Ruckh. Danach soll das Bebauungsplanverfahren für das Info-Zentrum zum Abschluss gebracht werden. Wie lange dies dauert? Ruckh will sich da nicht festlegen. Die Stadt geht weiter vom Parkplatz am Hohlen Fels als Standort für das Info-Zentrum aus, bestätigt Ruckh. Grundlage für das Gebäude sei der Entwurf, den Studenten der Hochschule Biberach angefertigt haben. Der Unesco sind etwa die Sichtachsen wichtig, die durch den Bau des Gebäudes entstehen.

In Sachen Finanzierung des Info-Zentrums kann Ruckh nichts Neues vermelden. Aber Hoffnung ist da: Wenn erst einmal eine genaue Planung samt Kostenschätzung vorliege, lasse sich leichter über die Finanzierung des Info-Zentrums reden, sagt der Schelklinger Bürgermeister.

Icomos (International Council on Monuments and Sites) ist eine nichtstaatliche Organisation, die sich weltweit für den Schutz von Denkmälern einsetzt. Die Organisation ist Berater und Gutachter des Welterbe-Komitees und hilft, die Unesco-Konvention zum Weltkulturerbe umzusetzen. Nationalkomitees von Icomos bestehen bereits in mehr als 120 Ländern, darunter in Deutschland. Die Organisation hat außerdem mehr als 25 internationale wissenschaftliche Komitees. 

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