Seltene Funde

Vor 25 Jahren berichtete die Zeitung über Funde in Schelklingen. Außerdem ging es um den Bau der Tiefgarage am Ehinger Tränkberg. Vor 50 Jahren war zu lesen, dass es in Ehingen an Klassenzimmern fehlte.

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Vor 25 Jahren

Ein Fund in Schelklingen sorgte für Aufsehen: Bei den Vorbereitungen für den Bau einer Garage am Gartenweg wurden Keramikscherben entdeckt, die wohl keltischer Herkunft waren (800 bis 200 vor Christus). Bisher seien die Historiker davon ausgegangen, dass der Raum Schelklingen erst in alemannischer Zeit besiedelt worden war, also in der Zeit um etwa 700 nach Christus, berichtete die Zeitung. Die entdeckten Keramikscherben sollten von Fachleuten des Landesdenkmalamtes in Tübingen untersucht werden. Es handelte sich um Scherben eines dickwandigen Vorratsgefäßes, zudem war ein schwarzes, dünnwandiges Stück Keramik entdeckt worden. Außer den Scherben wurde ein Stein gefunden, der vermutlich zum Mahlen von Korn benutzt wurde, wurde berichtet.

Der Bau der Tiefgarage am Tränkberg rückte näher. Der Ehinger Gemeinderat vergab die Arbeiten - bei einer Gegenstimme und einigen Enthaltungen. Der Rohbau sollte 6,06 Millionen Mark kosten, war zu lesen. Da Teile der Garage auch als Schutzraum und Bunker genutzt werden sollten, musste die entsprechende Technik eingebaut werden. Kostenpunkt: 900 500 Mark. Bis Mitte 1991, also gut zwei Jahre später, sollte die Tiefgarage fertig sein.

Auf einer Baustelle an der Schlechtenfelder Straße kam es zum Streit zwischen zwei Bauarbeitern. Ein 51-Jähriger hatte seinem drei Jahre älteren Kollegen mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn außerdem mit Fußtritten traktiert. Wie die Polizei berichtete, habe es zwischen den beiden Männern bereits seit einigen Tagen Spannungen gegeben.

Eine böse Überraschung erlebten die Inhaber einer Firma an der Röntgenstraße in Ehingen. Unbekannte waren auf das Firmengelände gelangt und hatten die Türschlösser der dort parkenden Firmenfahrzeuge verklebt. Die Unbekannten drangen auch in das Betriebsgebäude ein und verklebten die Zündschlösser dreier Laster.

Vor 50 Jahren

In Ehingen gab es immer noch zu wenige Klassenzimmer. "Dass in unserer wirtschaftswunderlichen Zeit trotz allen Fortschritts immer wieder von einer Not auf gewissen Gebieten gesprochen und geschrieben werden muss, ist eine Tatsache, die sich nicht wegdiskutieren lässt", hieß es in der Zeitung. Zwei Klassen der katholischen Volksschule hätten in dem Gebäude der früheren Gewerbeschule an der Kasernengasse untergebracht werden sollen. Doch der Zustand des Gebäudes war so schlecht, dass ein Unterricht unmöglich war. Die Schüler wurden stattdessen in der damaligen Landwirtschaftsschule unterrichtet.

Die Landtagswahl warf ihre Schatten voraus, doch im Unterschied zu heute war im Jahr 1964 nur wahlberechtigt, wer "am Wahltag älter als 21 Jahre ist". Auch musste der Wähler seit mindestens sechs Monaten in Baden-Württemberg leben und durfte, so hieß es in der Zeitung, nicht aufgrund eines rechtskräftigen Urteils die bürgerlichen Ehrenrechte verloren haben und musste geistig zurechnungsfähig sein.

Ein Blick auf den Ehinger Wochenmarkt: Die Händler hatten noch bis zur frühen Mittagsstunde ihre Stände aufgebaut, das Angebot sei äußerst reichlich gewesen, war in den Marktnotierungen zu lesen. Die ersten ausländischen Gurken sowie tunesische Frühkartoffeln wurden angeboten. Ein Kilogramm Bananen kostete eine Mark und zehn Pfennige, der Bund Radieschen 85 Pfennige und drei Pfund Karotten waren für eine Mark zu haben.

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