Schwierige Parkplatzsuche an Markttagen

Parken in der Ehinger Innenstadt war gestern, am Nikolausmarkt, ein heikles Unterfangen. Auch Ehinger Unternehmer beschäftigt die Parksituation. OB Baumann weist auf die Investitionen der Stadt hin.

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Parken in der City Ehingen: Nur mit Glück war gestern Vormittag ein Platz für das Auto in der Innenstadt zu bekommen.  Foto: 

Wer gestern Vormittag in der Ehinger Innenstadt einen Parkplatz suchte, brauchte gute Nerven. Die Tiefgaragen am Tränkberg, am Lindenplatz und in Bucks Höfle, der Viehmarktplatz, der städtische Parkplatz am Bahnhof - alles voll. Der Nikolausmarkt hatte viele Besucher in die Stadt gelockt. Viele Gäste mussten zum Teil ein Stück entfernt von der Innenstadt parken und erreichten erst mit kleineren Fußmärschen den Marktplatz.

Auch in der IHK-Umfrage, die am Montagabend in der Lindenhalle präsentiert worden ist (wir haben berichtet), ist das Parken in der Ehinger Innenstadt ein Thema. Zwar äußerten sich 51 Prozent der befragten Unternehmer sehr zufrieden mit der Parksituation in Ehingen - mehr als in vergleichbaren Städten. 32 Prozent der Firmenchefs sprachen allerdings auch von einer geringen Zufriedenheit mit den Parkmöglichkeiten. Ehingen hat damit beim Thema Parken den gleichen Wert an Unzufriedenen wie vergleichbare Städte. Einige der befragten Unternehmer haben das Thema Parken in der Ehinger Innenstadt aber als so wichtig erachtet, dass sie extra Bemerkungen dazu geschrieben haben. "Parkmöglichkeiten verbessern (besonders in der Innenstadt)", "Zu wenig Parkmöglichkeiten in der Innenstadt bzw. um Geschäfte herum" und "Mehr Parkplätze. Bessere Infrastruktur in Industriegebiet aufbauen/erstellen" lauten diese Anmerkungen.

Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann hat die Umfrage aufmerksam studiert. Einige Fragen seien nicht schlüssig beantwortet, sagt Baumann - etwa, wer an welcher Stelle ein Parkplatzproblem sehe. Generell sei es so, dass man bei den Parkplätzen für die Spitzen, wie sie bei einem großen Markttag in Ehingen auftreten, nie ganz gewappnet sein könne. Es sei wichtig, dass der durchschnittliche Parkplatzbedarf abgedeckt sei, sagt Baumann - und das sei in Ehingen der Fall. Die Stadt habe zudem wieder mehrere 100 000 Euro investiert, um das Parkplatz-Angebot in der Stadt zu verbessern.

Baumann erwähnt dabei die Tiefgaragen am Sternplatz und im Stadtwirtsgässle. Stadtbaumeister Heinz Fiesel nennt die Zahlen: Am Sternplatz gibt es unterhalb des neuen "City-Hauses" im Anschluss an die bestehende Tiefgarage bald 33 neue Plätze. Die Stadt erwirbt sie für die öffentliche Nutzung. Elf weitere neue Tiefgaragen-Stellplätze sind für das Flurneuordnungsamt vorgesehen. Außerdem gibt es dort noch einige private Stellplätze. Oberirdisch bietet Norma außerdem 50 Stellplätze für Kunden an. Die Parkplätze stehen nach der Eröffnung des "City-Hauses" - voraussichtlich im Februar - zur Verfügung.

Als eine Art "Geheimtipp" bei Parkplatz-Suchenden gelten die Plätze in der Garage Stadtwirtsgässle. Noch sind die 54 öffentlichen Stellplätze dort nicht so bekannt, die Chancen sind größer, einen Platz zu ergattern. Im Übrigen, sagt Stadtbaumeister Fiesel, seien an den großen Markttagen beim Freibad und auf dem Volksfestplatz immer Parkplätze zu haben - den kleinen Fußweg müsse man dann eben in Kauf nehmen.

Trotz dieser Ratschläge - nicht Ortskundige tun sich an einem Tag wie gestern sichtlich schwer, in Ehingen ihr Auto regulär abzustellen. Auch gestern wieder waren etliche suchende und nervöse Autofahrer zu beobachten. Fehlt es an den richtigen Wegweisern? Nein, sagt Fiesel: Das Parkleitsystem weise die Plätze korrekt aus.

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Kommentare

05.12.2012 10:25 Uhr

Kundenfern?

Wie Stadtbaumeister Fiesel, sagt "seien an den großen Markttagen beim Freibad und auf dem Volksfestplatz immer Parkplätze zu haben - den kleinen Fußweg müsse man dann eben in Kauf nehmen."

Äh - das ist doch glatt ein Kilometer?

SO kann man die Kunden auch weg bekommen.

Viele fahren schon lange lieber nach Ulm oder in die angrenzenden Städte. Da finden sie Parkplätze direkt an den Geschäften in der Blaubeurer Straße, bald auch in Neu-Ulm, in Senden sowieso.

Nur schade, dass da dann die Ehinger Geschäfte darunter leiden müssen. Und die Stadt bemängelt dann wieder den Leerstand in der Stadtmitte.

Man mus MIT den Kunden planen, nicht gegen sie.

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