Schwäbische Turnerbund erfasst die Fitness von Kinder

Mit Kinderturntests ermittelt der Schwäbische Turnerbund die Fitness der Ehinger Kinder. Die Auswertung ist eine Anregung für die Kommune. Am Donnerstag ließen sich Kinder in Rißtissen statistisch bewerten.

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"Die Knie durchdrücken und mit den Fingerspitzen nach unten", gab Silke Stückle vom TSV Rißtissen den Rißtissener Zweitklässlern klare Anweisungen. An einer Station im "Kinderturntest Plus" wurde auch gemessen, wie weit die Kinder mit den Fingerspitzen bei einer Rumpfbeuge nach unten kommen. Insgesamt sieben Stationen durchliefen die Kinder. Gemessen wurde unter anderem die Zeit für einen 20-Meter-Sprint, die Länge bei einem Weitsprung aus dem Stand, die Anzahl von Liegestützen und Sit-ups und auch ein seitliches Hin- und Herhüpfen. "Das Balancieren fand ich am schwersten", meinte Noemi, die auch außerhalb des Schulsports zum Turnen geht. Die Kinder mussten auf verschieden breiten Latten rückwärts laufen, ohne daneben zu treten. Gemessen wurde die Anzahl der Schritte auf dem Balken.

In der Rißtissener Turnhalle war der zweite Testtermin im Rahmen der Aktion "Bewegte Kommune". Die Kinder in Granheim, Erbstetten, Frankenhofen und Dächingen ließen sich schon vermessen, wiegen und auf einem Fragebogen erfassen. Als zentraler Koordinator ist Fabian Hummel von der Kindersportschule Ehingen jeweils mit dabei. Als Helfer konnte Klassenlehrerin Anja Schmauder einige Eltern und Mitglieder des TSV Rißtissen gewinnen. Denn jede der sieben Stationen war mit zwei Helfern bestückt, die auf die korrekte Ausführung der Übung achteten und die Ergebnisse notierten. "Popo unten lassen", meinte beispielsweise eine Mutter bei den Sit-ups beziehungsweise Crunches mit festgehaltenen Füßen. "Und mit den Ellenbogen zu den Knien". Etwa 15 Crunches schafften die Zweitklässler. Manche Kinder schafften aber auch nur vier Sit-ups. Andere legten mit 18 mal Bauchmuskeltraining gut vor.

"Es gibt vermutlich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle", prognostizierte Fabian Hummel. Kinder der Teilorte gingen öfter in einen Turnverein und seien mehr im Freien. Auch die Wohngegebenheiten und die Entfernung zu einem Spielplatz hätten Auswirkungen auf die Beweglichkeit und Fitness der Kinder. Es gibt im Rahmen des Programms sechs Testorte in Ehingen und den Teilorten. Der nächste Termin ist am 30. April in Berg. Der Schwäbische Turnerbund wertet die Ergebnisse aus und gibt sie sowohl an die beteiligten Schulen und Kindergärten als auch an die Kommune. Parallel dazu wird eine Umfrage ausgewertet, an der man im Februar online teilnehmen konnte.

"Wir erwarten uns nähere Aufschlüsse darüber, wie wir unsere Kinder noch gezielter fördern können", erklärte Anja Schmauder. Die Erwartung geht jedoch auch an die Kommune, die ihren Bedarf und die Funktionalität an Turnhallen, Spielplätzen und Sportunterricht anhand der Auswertung unter die Lupe nimmt.Am Donnerstag war bereits für den Zuschauer deutlich, dass diejenigen Kinder, die auch außerhalb der Schule Sport machen, deutlich beweglicher und konditionsstärker waren. In der letzten Einheit, einem Sechs-Minuten-Lauf, zeigten diese Kinder auch Wettbewerbsgeist und versuchten, sich gegenseitig in der Anzahl der gelaufenen Runden zu übertrumpfen.

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