Schulverbund in Munderkingen soll nach Eugen Bolz benannt werden

Nach der Entscheidung in der Schulkonferenz liegt den Gemeinden im Raum Munderkingen der Antrag vor. Entscheiden wird die Verwaltungsgemeinschaft.

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Eugen Bolz soll unseren Informationen zufolge Namensgeber für den Schulverbund Munderkingen werden.  Foto: 

Der Schulverbund in Munderkingen soll nach Informationen der SÜDWEST PRESSE auf Wunsch der Schulkonferenz nach dem Staatspräsidenten von Württemberg und Widerstandskämpfer Eugen Bolz benannt werden (siehe Infobox). Die Schule trägt bereits in ihrer Adresse in der Eugen-Bolz-Straße diesen Namen. An der Namensfindung sollten Eltern, Lehrer und Schüler beteiligt werden.

Wie Schulleiterin Jutta Braisch am Donnerstag auf Anfrage bestätigt hat, hat sie einen Antrag auf eine Benennung  an den Schulträger gesendet. Und Bürgermeister Dr. Michael Lohner sagte am Freitag, dass alle Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft diesen Antrag erhalten haben. „In der nächsten Verbandssitzung der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen in diesem Herbst kommt der Punkt auf die Tagesordnung“, sagt Lohner, der den Namen noch nicht bestätigt. Der Termin für die Sitzung müsse noch abgestimmt werden. Der Vorschlag werde unter den Bürgermeisterkollegen bereits informell besprochen.

Die Elternbeiratsvorsitzende  Christiane Raatz hatte erklärt: „Schulverbund klingt einfach zu nüchtern.“ Auch Schüler hätten den Wunsch geäußert, dass Grund-, Gemeinschafts-, Werkreal- und Realschule einen gemeinsamen Namen unter dem Dach des Schulverbunds erhalten. Die Förderschule, die ebenfalls im Schulzentrum ist, wird nicht mit umbenannt.

Ein Kommunikationsbüro für die Image-Aufbesserung sei noch nicht festgelegt worden, sagte Michael Lohner am Freitag auf Anfrage. Wie berichtet, hatte die Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen entschieden, mit Hilfe eines solchen Büros Stärken, aber auch Schwächen des Schulverbundes herauszuarbeiten, um den Schulstandort für Schüler und Eltern noch attraktiver zu machen. Ziel ist es, genügend Schüler in Munderkingen zu haben, um sowohl die Realschule als auch die Gemeinschaftsschule dauerhaft erhalten zu können. Lohner: „Die Auswahl des Kommunikationsbüros dauert noch an, das muss auch passen, das müssen die Richtigen sein, und das braucht seine Zeit.“

Staatspräsident Eugen Bolz wurde am 15. Dezember 1881 in Rottenburg geboren. Als Mitglied der konservativen Zentrumspartei gehörte er dem Reichstag bis zu dessen Auflösung durch die Nazis 1933 an. In Württemberg war er erst Justiz- und Innenminister und schließlich Staatspräsident. Bolz hatte Verbindungen zum Widerstand und sollte nach dem Umsturz Minister werden. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er verhaftet und in Berlin-Plötzensee am 23. Januar 1945 enthauptet.

Gedenken In Munderkingen ist die Straße am Schulzentrum nach Eugen Bolz benannt. Die von Bolz besuchte Lateinschule in Rottenburg heißt heute Eugen-Bolz-Gymnasium; auch andere Schulen wurden nach dem ehemaligen Staatspräsidenten benannt. In der Serie „Aufrechte Demokraten“ erschien zum 125. Geburtstag von Eugen Bolz 2006 eine Sondermarke (Auflage: 7,3 Millionen). Seit 2015 läuft ein Seligsprechungsverfahren für Eugen Bolz. kam

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