22 Schüler haben in Oberdischingen Abschluss gefeiert

22 Schüler der Josef-Karlmann-Brechenmacher-Schule in Oberdischingen haben die Hauptschulprüfung geschafft. Acht Preise und sieben Belobigungen wurden vergeben.

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Die 22 Absolventen der Schule in Oberdischingen bei ihrer Abschlussfeier.  Foto: 

Die Absolventen der Oberdischinger Hauptsschule, Eltern, Angehörige und Lehrer waren bei der Abschlussfeier in bester Stimmung. „Alle Schüler haben die Prüfungen bestanden. Ihr habt die erste Etappe Eures schulischen Lebens geschafft“, sagte Rektor Reinhard Allgaier. Dass zur Feier in der Mehrzweckhalle auch Bürgermeister Fritz Nägele und sein Griesinger Kollege Oliver Klumpp sowie die Ortsvorsteher Josef Stiehle aus Gamerschwang, Werner Miller aus Ersingen und Theo Völk als stellvertretender Ortsvorsteher aus Rißtissen gekommen waren, wertete Allgaier als Zeichen der Verbundenheit der Gemeinden zur Schule.

Als das Moderatorenduo Selina Storf und Patrick Markovic davon sprach, dass es ihnen schwer falle, „Abschied von dieser schönen, familiären Schule zu nehmen“, war das für Nägele das Stichwort. Wie er sagte, streben zwölf Schüler den mittleren Bildungsabschluss an, zehn werden eine Berufsausbildung absolvieren. Von der Hauptschule aus könne man weitermachen bis zum Abitur, sagte Nägele; die Hauptschule führe in keine Sackgasse und mit dem Abschluss böten sich viele Möglichkeiten.“ Dann berichtet Nägele von seinem eigenen Weg, mit Hauptschulabschluss und anschließender Lehre als Werkzeugmacher. Weil sein großer Wunsch war, Polizist zu werden, habe er dann die mittlere Reife gemacht. Berufsbegleitend zum Polizeidienst habe er dann die Fachhochschulreife und ein Studium absolviert. „Ihr müsst nur an Euch glauben und Euer Ziel verfolgen“, betonte der Bürgermeister, den die Zukunft seiner Schule mit dem absehbaren Aus erkennbar betroffen macht. 2009 habe es im Schulamtsbezirk noch 69 Haupt- und Werkrealschulen gegeben, sagte Nägele, im nächsten Schuljahr seien es nur noch zwei. Das politische Ziel, die Werkrealschulen den Gemeinschaftsschulen zu opfern, sei erreicht worden. Künftig liege der Fokus nun auf den Realschulen, die auch den Hauptschulabschluss anbieten. „Als kleine Schule haben wir im ländlichen Raum keinen Chance. In drei Jahren ist die Haupt- und Werkrealschule Oberdischingen Vergangenheit. Danach wird es hier nur noch eine Grundschule geben“.

Dank sprach Nägele dem Elternbeirat und Förderverein aus, die mit größtem Einsatz für den Erhalt der Schule gekämpft hatten. Die Schule habe Jahr für Jahr Erfolge vorweisen können. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahr noch 1,6 Millionen Euro in die Modernisierung der Einrichtung investiert. Er hoffe, dass die Zusage von Kultusministerin Susanne Eisenmann Bestand habe und nicht auch noch die Grundschulen geschlossen werden. Zu den Abschlussschülern sagte er: „Behaltet Eure Schule in guter Erinnerung.“

Zwei sind Schulbeste

Nach einem gemeinsame Essen folgte die Zeugnisübergabe. Schulbeste sind Franziska Kästle und Nico Schneide. Preis erhalten haben Michelle Hassanoglu, Franziska Kästle, Anna Pfetsch, Michelle Reutter, Marcel Herter, Christoph Kneißle, Martin Ott und Nico Schneider. Belobigungen gingen an Aylin Demirel, Pia Grützmann, Selina Storf, Bianca Turiello, Pascal Braun, Justin Cittlau und Niclas Hrusla. Mit einem Bilderquerschnitt aus den vergangenen fünf Schuljahren, einem Quiz und einer vergnüglichen Präsentation, was Schüler nicht tun sollten, wurde die Abschlussfeier beendet. Nach guter Tradition hatten Eltern und Schüler der sechsten und neunten Klasse die Bewirtung übernommen.

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