Schnippen und flippen

Ein mitreißendes Konzert des Warthauser Chors Chorisma und der Big Band des Johann-Vanotti-Gymnasiums erlebten die Zuhörer in der Lindenhalle. Simon Föhr war der charismatische Bandleader und Chorleiter.

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Die Sänger aus Warthausen und die jungen Musiker des Gymnasiums bestritten in der voll besetzten Lindenhalle ein mitreißendes Konzert.  Foto: 

"What a feeling" tönte es von der Big Band des Johann-Vanotti-Gymnasiums zu Beginn des Konzerts in der Lindenhalle. "Was für ein tolles Gefühl", schwärmten die Zuhörer auch noch danach und waren ganz ergriffen vom exaktem Gesang des Warthauser Chors Chorisma und den an ihren Instrumenten groovenden Schülern. Der Musik- und Mathematiklehrer Simon Föhr leitet beide Ensembles. Da sei es naheliegend gewesen, unter dem Titel "Sing & Swing" die Sängerinnen und Sänger einmal musikalisch begleitet durch die Big Band auftreten zu lassen, meinte er.

Das Konzert in der Festhalle Warthausen war bereits ein Erfolg gewesen. In der voll besetzten Lindenhalle überzeugten Chor und Orchester rundum. Simon Föhr ließ seinen Musikern Raum und gab auch den Solisten eine Plattform. So sang Leonie Reinhardt aus der 10b ein ansprechendes "Feeling good" von Leslie Bricusse und auch Stefanie Sommer trat mit "Some Nights" überzeugend ans Mikrophon.

Anna Maria Frankenhauser blies eine klare Solo-Trompete und in "Uptown Funk", dem Lieblingsstück der Schüler, legte die Band mit flotten Sechzehntel-Grooves ein ausgereiftes Stück vor. Der Chor huldigte in seinen Kostümen den 1960er Jahren, was vor allem in dem Song "The girl from Ipanema" zum Ausdruck kam. Es fehlten eigentlich nur noch die toupierten Frisuren und der dicke Lidstrich. Aber es gab ein mit Tupfenkleid und mit Petticoat ausgestattetes "Girl from Ipanema" als Puppe am Bühnenrand.

Simon Föhr leitete nicht nur Chor und Orchester, sondern moderierte auch und griff als Sänger zum Mikrophon. Bei dem afrikanischen Traditional "Akanamandla/Sana" stimmte der Chorleiter an und Teile des Chors kamen aus allen Richtungen auf die Bühne. Am Klavier griff Christoph Schlanser die Stimmung auf, und letztlich sang der ganze Saal "Sana, sana, sananina". Humorvoll waren die Ansagen. Das Publikum kam auch in den Genuss, alleine durch Schnalzen und Klatschen der Chormitglieder in einen Platzregen versetzt zu sein. Donnerbleche und Lichtblitze ließen dann ein tobendes Gewitter aufziehen.

Chor und Orchester waren vor allem bei der "Bohemian Rhapsody" von Queen orchestral monumental. Dieser Titel, der die Gefühlswelt eines verurteilten Mörders in einem Brief an seine Mutter beschreibt, spielte das ganze Können von Chor und Musikern aus. Heiterer Swing war bei Gloria Estefans "Let's get loud" angesagt. Zu "In the mood" schnippte der ganze Saal und ein trampelnder Applaus war die Antwort auf ein mitreißendes Konzert, das zwei Ensemble bestens zusammengeführt hatte.

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