Schelklinger feiern die Bürgermeister-Wahl

Die Bürgermeister-Wahl in Schelklingen endete am Sonntag mit einem klaren Ergebnis. Viele Schelklinger waren vor Ort, als Ulrich Ruckh die Wahl gewann. Danach herrschte entspannte Feststimmung.

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Ulrich Ruckh und seine Frau Monika freuen sich über den Wahlsieg. Musiker aus Schelklingen und Schmiechen spielen.  Foto: 

Aufmerksamen Beobachtern der Auszählung war am Sonntagabend der Trend nicht entgangen. "Die Stapel mit Stimmzetteln für Ruckh sind die größten", war im Vorfeld zu hören. Einer übte sich sogar im Wortspiel: Es habe nur noch "geruckht". Tatsächlich lagen die Beobachter richtig: Mit 50,9 Prozent der Stimmen bei vier Mitbewerbern im ersten Wahlgang haben die Schelklinger ihrem bisherigen Kämmerer ein deutliches Signal gegeben, dass sie ihm das Amt des Bürgermeisters zutrauen.

Ulrich Ruckh verfolgte die Bekanntgabe des Wahlergebnisses mit seiner Frau Monika und seinen beiden Söhne Jakob und Martin an seiner Seite. Die Familie war schon eine Woche zuvor bei der Kandidatenvorstellung in der Schelklinger Stadthalle mit dabei - und begrüßte ebenfalls alle Besucher mit Handschlag.

Ulrich Ruckh nahm die Siegesmeldung äußerlich kaum bewegt zur Kenntnis. Wie es innerlich aussah, verriet er gegen später: "Den Sieg werde ich erst später richtig realisieren", sagte er. Anfang nächsten Jahres übernimmt der parteilose Ruckh die Amtsgeschäfte im Rathaus, am 12. Januar endet die Amtszeit von Bürgermeister Michael Knapp. "Wir müssen uns jetzt auch rasch einen neuen Kämmerer suchen", fasste Ruckh leicht schmunzelnd die Folgen der Wahl zusammen. Er selbst wird dann als Chef im Schelklinger Rathaus seinem Nachfolger in der Finanzabteilung wichtige Tipps geben können.

Die Reihe der Gratulierenden war dann lang. Etwa 200 Besucher waren am Sonntagabend ins Foyer der Schelklinger Heinrich-Kaim-Schule gekommen, um den Ausgang der Bürgermeisterwahl mitzuverfolgen. Das Foyer der Schule für die Bekanntgabe des Wahlergebnisses zu nutzen, erwies sich als kluger Schachzug. Denn so war ausreichend Platz für all die Gäste vorhanden. Das Foyer war von Schülern bunt dekoriert worden und so kam rasch eine Art Feststimmung auf - Demokratie kann Spaß machen. Die Schelklinger "Waldhutzla" schenkten Sekt und anderes aus, was die Besucher eifrig nutzten. Fast alle Getränke waren am Ende ausverkauft, berichtet der Waldhutzla-Vorsitzende Engelbert Heuschmid. Als dann auch noch die Blasmusiker aus Schelklingen und Schmiechen aufspielten, wurde es noch ein beschwingter Wahlabend in Schelklingen.

Auch die unterlegenen Kandidaten hielten sich noch länger auf, von Verbitterung war nichts zu spüren. Einer war sogar richtig glücklich: Kevin Wiest strahlte über seine 21,6 Prozent der Stimmen, als ob er die Wahl haushoch gewonnen hätte. Alles in allem ein stimmiger Abschluss eines guten Wahlkampfs in Schelklingen.

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