Schelklingen: Staub-Details aus Gutachten

Zur rätselhaften Staubbelastung um die Jahreswende in Schelklingen hat sich jetzt Bürgermeister Michael Knapp in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch geäußert. Knapp verlas einen Teil des Gutachtens des Landeskriminalamts (LKA).

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Demnach haben die Experten der Polizei offenbar Proben von einer beschädigten Photovoltaikanlage genommen. Wie berichtet, sind in Schelklingen etliche Anlagen durch den Staub beschädigt worden, teilweise mussten sie sogar komplett ausgetauscht werden. Für das Gutachten des Landeskriminalamts ist nun eine "feste, graue Kruste" von den Modulen abgekratzt und analysiert worden. Knapp las die Ergebnisse der Analyse vor. Sie waren zuvor schon in einer gemeinsamen Pressemitteilung mehrerer Behörden erwähnt worden: Demnach bestünden die Staubverkrustungen eindeutig aus reinem Calciumcarbonat (CaCO3), das heißt um Kalkstein. Anhand der Art des Belages hält es das LKA für möglich, dass Vorläuferprodukte von Kalkstein wie Branntkalk (CaO) oder gelöschter Kalk (Ca(OH)2) freigesetzt worden sind. Das Regierungspräsidium hatte die Sache geprüft und dann erklärt, dass für eine Freisetzung von Branntkalk oder gelöschtem Kalk durch das Werk von Heidelberg Cement kein Beweis gefunden worden sei.

Die SÜDWEST PRESSE versucht weiterhin, das vollständige LKA-Gutachten zu erhalten. Eine entsprechende Anfrage ist vom Polizeipräsidium an die Staatsanwaltschaft in Ulm weitergeleitet worden. Eine Entscheidung liegt noch nicht vor.

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