Rückblick: Was vor 25 und vor 50 Jahren rund um Ehingen geschah - Einbruch im Hochbehälter

Vor 25 Jahren berichtete die Zeitung über einen Einbruch im Öpfinger Wasserhochbehälter und dessen Folgen. Weiter ging es um Sachschäden am Ehinger Theodulbrunnen. Vor 50 Jahren war das Wetter ein Thema.

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Vor 25 Jahren: Die Feuerwehr versorgte die Öpfinger mit Trinkwasser.  Foto: 

Vor 25 Jahren

Ein eher ungewöhnliches Ziel hatten sich Einbrecher ausgesucht: Sie hatten sich am Öpfinger Wasserhochbehälter zu schaffen gemacht. Da nicht auszuschließen war, dass dabei Wasser verunreinigt wurde, wurde in Öpfingen eine Notversorgung eingerichtet, berichtete die Zeitung. Die Bevölkerung wurde über Lautsprecher alarmiert. Die Feuerwehr versorgte die Öpfinger schließlich mit Wasser, das von einem Gamerschwanger Hydranten abgezapft worden war. Da es sich um eine große Menge handelte, habe man auch Rostbeläge mit abgesaugt, ließ die Feuerwehr wissen; das Wasser zeigte Rostspuren auf. Gefährlich seien diese aber nicht.

Wenige Tage später konnte das Bürgermeisteramt Entwarnung geben: Die untersuchten Proben seien nicht zu beanstanden und wiesen keine Spuren von Gift auf. Der Sachschaden, der durch den Einbruch am Hochbehälter entstanden war, wurde auf 6000 Mark geschätzt.

Auch in Ehingen gab es Ärger mit dem Wasser: Der Theodulbrunnen auf dem Marktplatz war immer wieder Ziel von Zerstörungen. Bereits mehrmals hatten Unbekannte Zement oder andere Bindemittel in den Brunnen gekippt. Dadurch wurden die Wasserdüsen verstopft, die jedes Mal wieder aufwändig gereinigt werden mussten. Die Stadt ging davon aus, dass es sich um einen Wiederholungstäter handle und erstattete Anzeige. Außerdem setzte die Verwaltung eine Belohnung aus.

40 Jahre Bundesrepublik Deutschland, 40 Jahre Grundgesetz: Diesem Jubiläum widmete sich vor 25 Jahren nicht nur die Politik, sondern auch die Zeitung. Es kamen Menschen zu Wort, die von ihrem persönlichen Schicksal erzählten. Ein Ehepaar berichtete, wie es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Schloss in Oberstadion ein erstes Zuhause gefunden hatte. Man habe zu zwölft in einem Zimmer gelebt, sei aber froh gewesen, überhaupt ein Dach über dem Kopf und etwas zu essen zu haben. Andere berichteten von der Zeit, als durch Schelklingen noch eine Grenze verlief: In der Stadt stieß die französische Besatzungszone auf die der US-amerikanischen Armee. Und ein früherer Soldat, Jahrgang 1920, erinnerte sich an seine Heimkehr aus russischer Kriegsgefangenenschaft. Am 28. Mai 1949 hatte er nach fünf Jahren wieder deutschen Boden betreten. Seine Familie hatte er zum letzten Mal 1943 gesehen.

Vor 50 Jahren

Der Sommer hatte Einzug gehalten. Bis zu 28 Grad Celsius seien gemessen worden, war in der Zeitung zu lesen. Die Donaufluten seien jedoch noch ein wenig kühl gewesen, sodass die meisten Sommerhungrigen sich mit Sonnenbädern begnügten. Die Algershofer Quelle jedoch, die im Sommer wie im Winter eine Temperatur von 18, 19 Grad Celsius aufweise, war vielbegehrtes Ziel der Wasserratten aus Nah und Fern.

In Schelklingen waren die Arbeiten an dem neuen Altersheim fast abgeschlossen. 1,4 Millionen Mark hatte die Stadt in den Bau investiert. Die baulichen und sanitären Verhältnisse im alten Spital hätten nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen, auch größenmäßig habe die Einrichtung für die Stadt nicht mehr ausgereicht.

Die Polizei wandte sich an die Bevölkerung: Die Landespolizei habe bei einer Hausdurchsuchung bei einer Frau, die des Diebstahls verdächtigt wurde, mehrere Damenschirme sichergestellt. Da die verdächtige Person, die als Putzfrau in mehreren Ehinger Haushalten arbeitete, keine Angaben zu den Schirmen machen wollte, sollten sich Frauen, denen ein Schirm fehlte, bei der Landespolizei melden.

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