Rückblick: Was vor 25 und vor 50 Jahren rund um Ehingen geschah

Vor 25 Jahren sorgte die Sanierung des Wolfertturms für einigen Wirbel. Außerdem gab es Ärger wegen einer Abizeitung. Vor 50 Jahren berichtete die Zeitung über einen Verkaufswagen der Milchgenossenschaft.

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Vor 25 Jahren

Der Zahn der Zeit hatte an Ehingens Wahrzeichen, dem Wolfertturm, kräftig genagt. Eine Generalsanierung war beschlossene Sache, doch nun war im Gemeinderat eine hitzige Diskussion um die auf wenige Unternehmen beschränkte Ausschreibung der Arbeiten und die veranschlagten Kosten entbrannt. Das Landesdenkmalamt, welches das Bauwerk als erhaltungswürdig einstufte, ging davon aus, dass eine Million Mark für die Sanierung genügte. Die Stadtverwaltung rechnete mit 970 000 Mark und ging davon aus, dass 50 000 Mark über Spenden finanziert werden könnten, außerdem wurde mit Fördermitteln in Höhe von 200 000 Mark gerechnet. Ob es den Zuschuss auch geben würde, war ungewiss.

Die Öffnung des Ehinger Freibades stand kurz bevor. Eine Sanierung der Anlage wurde als nötig betrachtet, aber es müsse noch einmal eine Saison im derzeitigen baulichen Zustand überbrückt werden, berichtete die Zeitung. Erneuert werden sollten die technischen Anlagen für die Wasseraufbereitung und die Beckenumwälzung. Außerdem war geplant, die Umkleidekabinen auf Vordermann zu bringen und geflieste Wände zu sanieren.

In Ehingen hatten 114 Abiturienten die Prüfungen bestanden. Sie feierten ausgelassen mit einem Abischerz - und zogen mit ihrer Abizeitung heftige Kritik auf sich. Unter dem Titel "Stiftung Kneipentest" hatten sie Gaststätten und Lokale in Ehingen und Umgebung unter die Lupe genommen und bewertet. Einige Wirte hätten sich so entsetzt gezeigt, dass sie gerichtliche Schritte nicht ausschließen wollten, berichtete die Zeitung. Über ein renommiertes Café hatten die Abiturienten zum Beispiel geschrieben, dass dieses "an Sterilität und Ideenlosigkeit kaum zu überbieten" sei. Immermüde Bedienungen trotteten zu altbackener Musik durch die Reihen ach so solider Gäste.

Die Bundesstraße 311 werde zum Sorgenkind, hieß es in der Sitzung des Planungsausschusses und -beirats des Regionalverbands Donau-Iller, der in Munderkingen tagte. Das Verkehrsaufkommen sei zu hoch, es fehle an so genannten Kriechspuren an Steigungen sowie Ortsumgehungen. Doch nicht einmal die örtlichen Straßenbauämter stünden hinter solchen Forderungen, wurde kritisiert. Allmendingens Bürgermeister Karl Spitzmüller bezeichnete die Zustände auf der B 311 als kriminell, Munderkingens Bürgermeister Bruno Schmid beklagte, dass der Schwerverkehr solch immense Ausmaße erreicht habe, dass der Personenverkehr kaum durchkomme.

Vor 50 Jahren

Die Milchverwertungsgenossenschaft Ehingen ging mit der Zeit und schaffte einen Milchverkaufswagen an. Mit diesem sollten Kunden in den außerhalb der Stadt gelegenen neuen Wohngebieten versorgt werden, wurde berichtet. Außer Milch, offen und in Flaschen, gebe es im Verkaufswagen alle sonstigen Molkereiprodukte sowie "Handelswaren, die von der Hausfrau täglich benötigt werden". Der Wagen war mit einem 400 Liter fassenden Tank für Milch ausgestattet.

Zu einem schweren Arbeitsunfall kam es in einer Werkstatt in Ehingen: Bei Schweißarbeiten an einem auf einen Lastwagen aufgesetzten Tankbehälter explodierte der Kessel. Eine Stichflamme erfasste den schweißenden Arbeiter, der lebensgefährliche Verletzungen erlitt.

Wie soll es mit dem Ehinger Krankenhaus weitergehen? Mit dieser Frage setzte sich der Kreistag auseinander. Ein Gutachten sollte erstellt werden, um zu prüfen, ob ein Personalbau, ein Schwesternhaus, eine Schwesternschule oder ein weiterer Bettenbau erstellt werden sollten. Der Kreis werde weiterhin seinen Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung leisten, hieß es weiter.

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