Ruckh ist Bürgermeister

Ulrich Ruckh ist neuer Bürgermeister der Stadt Schelklingen. Bereits im ersten Wahlgang erhielt der 47-Jährige 50,9 Prozent der Wählerstimmen.

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    Ulrich Ruckh und sein Herausforderer Jürgen Haas (rechts). Fotos: Bernhard Raidt Foto: 
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    Amtsinhaber Knapp gratuliert seinem Nachfolger Ruckh und dessen Frau Monika. Foto: 
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"Die Würfel sind gefallen", sagte der amtierende Schelklinger Bürgermeister Michael Knapp, bevor er das Ergebnis der Wahl verkündete. "Schelklingen hat einen neuen Bürgermeister." Tatsächlich fiel bereits im ersten Wahlgang eine Entscheidung - 50,9 Prozent der Wähler sprachen sich für Ruckh, momentan noch Kämmerer der Stadt, aus. Vor allem in den Teilorten war die Sache klar: Außer in Justingen erhielt Ruckh immer mehr als 50 Prozent, in Ingstetten waren es sogar 68 Prozent, die Ruckh wählten (siehe Tabelle). "Ich kann das noch gar nicht richtig fassen", war die erste Reaktion des neuen Bürgermeisters. "Das wird mir erst in den nächsten Tagen bewusst werden, dass ich heute gewonnen habe." In seiner ersten Ansprache dankte Ruckh vor allem auch seinen Mitbewerbern für den fairen, sachlichen Wahlkampf. Auf diese Weise soll die Arbeit in der Stadt in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Ruckh wandte sich dabei vor allem an Jürgen Haas. Haas hatte 23,9 Prozent der Stimmen erhalten. Er gehe davon aus, dass er mit Haas weiterhin so gut wie bisher für das Wohl der Stadt arbeiten könne, sagte Ruckh. Haas ist stellvertretender Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzender im Schelklinger Gemeinderat. Das sicherte ein gefasst wirkender Jürgen Haas dann auch im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE zu. Schelklingen brauche jetzt eine positive Zusammenarbeit aller, er werde weiterhin für die Stadt da sein. Beruflich warte er jetzt die Entscheidung über den Antrag auf eine Gemeinschaftsschule Schelklingen-Allmendingen ab. Er überlege sich, bei der Bewerbung um die Schulleiterstelle seinen Hut in den Ring zu werfen.

Äußerst zufrieden mit dem Wahlergebnis zeigte sich gestern Abend Kevin Wiest. Der 36-jährige Zollbeamte, derzeit in Moers wohnend, war erst vor drei Wochen in den Wahlkampf eingestiegen - und hatte gleich 21,6 Prozent der Stimmen erhalten. "Sensationell, ich danke allen, die mich unterstützt haben", sagte er. Er habe viele Freunde in Schelklingen gewonnen. Er werde jetzt weiter daran arbeiten, Bürgermeister im Schwäbischen zu werden.

"Schon etwas enttäuscht", zeigte sich Jörg Mayer. Mayer hatte wochenlang einen äußerst engagierten Wahlkampf geführt, aber nur 3,4 Prozent der Stimmen erhalten. Er werde sich jetzt aber trotzdem wieder um ein Bürgermeisteramt bewerben, kündigte Mayer an.

Gewinner Ruckh durfte währenddessen bei den Blasmusikern aus Schelklingen und Schmiechen den Taktstock schwingen. Aber am heutigen Montag werde er wieder am Schreibtisch sitzen, sagte Ruckh - es gelte schließlich noch, den Haushalt der Stadt vorzubereiten.

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