Riedlinger plädieren für die Sana Kliniken

Zunächst heftiges Schneetreiben begleitete am Dienstagabend die Lichterprozession der Menschen zum und vor dem Riedlinger Krankenhaus.

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Mit einer Lichterkette plädierten Bürger für den Erhalt des Kreiskrankenhauses in Riedlingen.  Foto: 

Zunächst heftiges Schneetreiben begleitete am Dienstagabend die Lichterprozession der Menschen zum und vor dem Riedlinger Krankenhaus. Solidarität mit den Bediensteten, aber auch die Aufforderung gegenüber dem Biberacher Kreistag, die medizinische Versorgung des Raums zu gewährleisten und dafür am 14. Dezember die Entscheidung zu treffen, die der Klinik eine Perspektive über das Jahr 2018 hinaus schenkt, standen hinter der Aktion.

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Riedlinger Krankenhauses hatte die Lichterkette organisiert, bei der sich sechs Personen äußerten. Sie sprachen als Bediensteter von einer guten Gemeinschaft in der Klinik, als Arzt über die ständige Verfügbarkeit einer medizinischen Versorgung, als junger Vater, dessen Kinder in Riedlingen in einer guten Atmosphäre zur Welt gekommen seien, als Nachbar einer Patientin, die auch ohne Angehörige stets besucht werden konnte, als Seelsorger, der die Begleitung von Patienten und Angehörigen, auch in der Sterbensphase, in einem wohnortnahen Krankenhaus unterstrich und nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Menschlichkeit gesehen wissen wollte.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Dr. Hartmut Pernice, richtete den Appell an die Kreisräte, der Sana Kliniken AG den Vorzug zu geben, die einen Erhalt der Riedlinger Klinik "bis mindestens" zur Fertigstellung eines Neubaus in Biberach zusicherte, was 2017 der Fall sein soll. Auch wenn es keine Zusage darüber hinaus gäbe, sehe er darin "eine Chance für Riedlingen".

Auch der Riedlinger Gemeinderat sprach sich in einer einstimmig gefassten Entschließung an Landrat Dr. Heiko Schmid, den Klinik-Geschäftsführer Ralf Miller und die Kreisräte für eine Vergabe an Sana aus. Das Bieterverfahren habe aus Sicht der Stadt und der Raumschaft Riedlingen und der auf der Zwiefalter Alb lebenden Menschen nicht das erhoffte Ergebnis gebracht, wird in dem moderat gehaltenen Schreiben bedauert, das auch auf die schwierige Situation der Entscheidungsträger aufgrund der Vorgaben von Bund, Land, der Kassenärztlichen Vereinigung

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Kommentare

06.12.2012 09:36 Uhr

Nicht schon wieder Sana!

Wo man hin hört, man hört im Krankenhausbereich immer wieder den Betreiber 'Sana'.
Nicht schon wieder, möchte man da sagen! Denn nicht alles, was man hört, klingt gut, auch wenn die vorläufige Bestandsgarantie für Riedlingen zunächst schön klingt.

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