Regionalverband schlägt Projekte für Bundesverkehrswegeplan 2015 vor

Es geht um die Elektrifizierung von Bahnstrecken und den Ausbau von Straßen in der Region. Der Regionalverband Donau-Iller hat sich für Projekte ausgesprochen, die in den Bundesverkehrswegeplan 2015 sollen.

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Die Bundesstraße 311 in Erbach: Dort gilt seit Sommer 2012 zwar Tempo 30, die Verkehrsbelastung ist aber unverändert stark. Foto: Volkmar Könneke

Die Region Donau-Iller hat Nachholbedarf, wenn es um die Verkehrsinfrastruktur geht, sagte Landrat Heinz Seiffert, Vorsitzender des Regionalverbands. Die Mitglieder des Planungsausschusses legten die Verkehrsprojekte fest, die sie gern im Bundesverkehrswegeplan 2015 verankert sähen. Der Plan gilt bis 2030; Aussicht auf Förderungen haben nur Vorhaben, die im Plan stehen. Einzelne Ausschussmitglieder hätten gern mehr Projekte in die Liste eingetragen. "Wenn wir die, die jetzt drin sind, in den 15 Jahren umsetzen können, gehe ich zu Fuß nach Hause", versprach Seiffert. Ein waghalsiges Unterfangen, schließlich tagte der Planungsausschuss des Verbands in Memmingen.

Drei Bahnstrecken hätte der Regionalverband gern elektrifiziert und in Abschnitten zweigleisig:

- Die Brenzbahn Ulm-Heidenheim-Aalen.

- Die Donaubahn Ulm-Herbertingen-Sigmaringen-Tuttlingen-Immendingen

- und die Illertalbahn Ulm-Memmingen-Kempten-Oberstdorf.

Die Länder Baden-Württemberg und Bayern haben dies ebenfalls in ihre Anmeldelisten zum Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet.

Autobahnen:

- Die A 7 zwischen Hittistetten und dem Autobahnanschluss Memmingen-Süd soll sechsspurig ausgebaut werden. Memmingen hat den Regionalverband dafür um Unterstützung gebeten. Bayern nahm die Ausbaupläne bereits in seine Anmeldeliste für den Plan auf, berichtete Regionaldirektor Markus Riethe. Weil Teile dieses Abschnitts auf seinem Gebiet verlaufen, bittet der Regionalverband das Land Baden-Württemberg, diesen Vorschlag eines sechsspurigen Ausbaus der Autobahn ebenfalls zu unterstützen.

- Sinnvoll wäre es für die Verbandsmitglieder, die A 7 auch auf dem Abschnitt vom Autobahnkreuz Elchingen über die Anschlussstelle Nersingen (B 10) bis zum Dreieck Hittistetten auszubauen. Starke Verkehrsströme zwischen A 7 und A 8, B 10 und B 28 und der überdurchschnittliche Schwerlastverkehr zu den Industriegebieten Ulm und Neu-Ulm machten dies nötig. Das Land Bayern müsse dafür aktiv werden.

- Der Ausbau der A 8 zwischen Ulm und dem Autobahnkreuz Elchingen gilt bereits als vordringlicher Bedarf.

- Auch der Ausbau der A 8 zwischen Ulm-West und Ulm-Ost steht im "vordringlichen Bedarf".

Baden-Württemberg:

- Als "weiterer Bedarf", also nicht ganz vordringlich, soll der Ausbau der B 10 von Geislingen/Ost bis Amstetten in die Vorschlagsliste.

- Auch die Ortsumfahrungen Amstetten und Urspring der B 10 sowie die um Gerhausen der B 28 werden als "weiterer Bedarf" eingereicht.

- Die Querspange Erbach-Dellmensingen der B 311 wird mit hoher Dringlichkeit ("vordringlicher Bedarf") auf die Liste gesetzt.

- Die Ortsumfahrungen Deppenhausen und Obermarchtal der B 311 rutschen als "weiterer Bedarf" auf die Vorschlagsliste.

- Die Ortsumfahrungen Blaustein und Feldstetten der B 28 sind derzeit nicht in der Liste des Landes enthalten, informierte Riethe.

- Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann mahnte die Ortsumfahrung Ehingens zur B 465 an.

- Der Ausbau der B 312 von Memmingen über Biberach nach Riedlingen wurde als besonders wichtige Ost-West-Verbindung betont.

Bundesstraßen in Bayern:

- In die Dringlichkeitsstufe "Vordringlicher Bedarf" soll auch der B 10-Ausbau vom Knoten B 28/B 30 bis zur Südtangente Neu-Ulm.

- Der B 10-Ausbau von Neu-Ulm bis zum Autobahnanschluss Nersingen/A 7 ist ebenfalls im Visier.

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