Privatgalerie im Petrushof Obermarchtal wiedereröffnet

Die 2002 gegründete Privatgalerie im Petrushof Obermarchtal ist mit der Ausstellung "Raum Öffnung - Spaces Openings" am Sonntag wieder eröffnet worden. 70 Besucher aus Nah und Fern waren dabei.

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Galeristin Maria Faulhammer-Wiedemann begrüßte die Besucher der hochkarätigen Ausstellung.  Foto: 

Allein der hochbarocke Rahmen des Petrushofs, die dazu im Kontrast stehende Einrichtung des Bistros im neuzeitlichen Design und der von Galeristin Maria Faulhammer-Wiedemann mit Objekten und Blumen gestaltete Hof sind ein Kunstwerk. In Spannung dazu stehen nun in der Ausstellung "Raum Öffnung - Spaces Openings" in den Galerieräumen Bilder und Plastiken der international bekannten Künstler Chris Dukan und Marvin Gralnick aus den USA sowie des Steinbildhauers Hubert Kaltenmark aus Kressbronn. Die historische Scheune des Kulturdenkmals schmücken Arbeiten von Jochen Brandt, Edmée Delsol, Paul Uwe Dreyer, Ulf Harr, Romualt Hengstler, Heiner Hepp, Gerhard Langenfeld, Klaus Prior, Uli Scheitenberger, Alf Setzer, Volker Sonntag, Micha Ullman und Rudolf Wachter.

70 Kunstinteressierte aus dem Land und der Region kamen am Sonntag zur Wiedereröffnung der Galerie im Petrushof, die Faulhammer-Wiedemann nun mit Unterstützung eines Freudeskreises weiterführen kann. Mit sieben Freunden war er am Samstag aus der Taufe gehoben worden, fünf Mitglieder sind am Sonntag nach der Vernissage hinzugekommen, sagte die Galeristin freudestrahlend. Inmitten ihrer Freunde hatte sie die Ausstellung eröffnet. Raum öffnen, hinterfragen, aufmerksam machen und hinweisen seien das zentrale Thema, mit dem sich alle drei Künstler auseinandersetzen.

Dr. Stefan Feucht vom Kulturamt Bodenseekreis stellte dem Publikum Christ Duncan vor, der von Florenz aus nach Obermarchtal gekommen war. Der Professor aus den Vereinigten Staaten arbeite mit Schrott und verschiedenen Materialien. Dabei ergebe sich im Entstehungsprozess die endgültige Form, die einer eigenen internen Logik und Ordnung im modernistischen Sinne gehorchen. Es seien abstrakte expressionistische Skulpturen, die nicht an spezifische Bedeutungen gebunden sind. Die Arbeiten seien aus Papier, Gips, Holz, Draht und Blech.

Marvin Gralnick aus den USA, der 2008 mit seinen postmodernen Bildern auf der art in Karlsruhe Aufsehen erregt hat, sei leider nicht anwesend, bedauerte Feucht und sprach über die Malerei des erfolgreichen Unternehmers der Modekette Chico. Aus Frust nach langen Sitzungen im Betrieb habe der Mann, inspiriert durch Picasso, Jean-Michel Basquiat und Jean Dubuffet, zu malen begonnen. Die Welt nicht blindlings akzeptieren sei seine Botschaft. Gralnick mache uns "mit seinem direkten und offenen Stil darauf aufmerksam, dass die Welt dann besser sein kann, wenn wir besser sind. Er bezeichne seine humorvollen Arbeiten und somit sein Markenzeichen als urbanen Primitivismus".

Der seit 1988 freiberuflich arbeitende Steinbildhauer Hubert Kaltenmark aus Kressbronn, den die Landschaft Islands fasziniere, wolle bei seiner Arbeit die Materialien ergründen, betonte Feucht. Zwar seien in der Ausstellung auch Objekte aus Stein zu sehen, überwiegend aber seien es Bilder, in denen er mit Gift behandelte Papiere verwendet habe, die den Zerfall zeigen. Der Bildhauer, dessen Kunst Kirchenräume und öffentliche Plätze im In- und Ausland prägen, beschäftigten die Gedanken wie und in welcher Weise die Menschen mit der Welt umgehen.

Info Die Ausstellung "Raum Öffnung" ist bis 15. September jeweils sonntags von 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung für Besucher geöffnet.

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