Rückblick: Polizei sucht Nachwuchs

Vor 25 Jahren berichtete die Zeitung über eine Werbeoffensive der Polizei. Vor 50 Jahren ging es um die Weihnachtspost und die Ehinger Reithalle.

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Vor 25 Jahren: Die Ehinger Polizei warb auf ihrem Wagen um Nachwuchs.  Foto: 

Vor 25 Jahren

Die Ehinger Polizei warb für Nachwuchs und nutzte ein Streifenfahrzeug als mobile Werbefläche – 1992 ein noch eher ungewöhnliches Vorgehen. Landesweit fehlten etwa 30 bis 40 Polizisten, hieß es. Im Bereich des Reviers Ehingen seien drei von 71 Sollstellen nicht besetzt, außerdem stünden zwei Beamte aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung. Der Fehlbestand wirke sich in erster Linie auf die Polizeiposten aus; in Schelklingen, Laichingen und Blaubeuren fehle jeweils ein Beamter.

Keine Frauenbeauftragte für den Alb-Donau-Kreis: Landrat Dr. Wolfgang Schürle hatte solch eine Stelle vehement gefordert, doch die Mehrheit der Kreisräte hielt die Stelle ­– angesichts der angespannten Finanzlage, wie es hieß, – für entbehrlich. Nur die SPD-Mitglieder sowie die Grünen-Kreisrätin befürworteten die Stelle, die CDU-Fraktion und die Freien Wähler stimmten dagegen. In der Diskussion wurde das Thema ins Lächerliche gezogen. So spottete einer der Kreisräte, dass sich im Büro dann wohl die Anrufbeantworterin melde. Ein anderer ließ wissen: „Die Kirchen bieten viel für Frauen an.“

Vor 50 Jahren

Päckchen, Pakete und Briefe: Im Postamt in Ehingen war deutlich zu spüren, dass Weihnachten näher rückte. In der Vorweihnachtszeit stünden täglich Sonderfahrten nach Ulm an, um alle dort auf dem großen Paketumschlagplatz der Post ankommenden Sendungen rechtzeitig nach Ehingen weiterleiten zu können, war in der Zeitung zu lesen. Die Zahl der Briefsendungen stieg stark an: Waren es an normalen Werktagen etwa 12.000 Sendungen die zu verteilen waren, schnellte die Zahl an den Spitzentagen vor Weihnachten auf 25.000 bis 28.000 hoch.

Aufregung in Schelklingen: Ein kleiner Bub hatte an der Achbrücke nahe der evangelischen Kirche gespielt und war dabei ins Wasser gefallen. Seine kleine Begleiterin sei hilflos gewesen und habe nichts unternommen, berichtete die Zeitung. Ein Konfirmand, der vor der Kirche auf den Beginn seines Konfirmandenunterrichts wartete, habe die Situation jedoch blitzschnell erkannt. Er sei ins Wasser gesprungen und habe den kleinen Bub gerettet.

Die neue Reithalle des Reitvereins Ehingen, die auf dem Stoffelberg errichtet worden war, nahm Gestalt an. Der Rohbau war fertiggestellt, noch fehlte die Verkleidung. Genutzt werden sollte die 20 auf 40 Meter große Halle dann im Frühjahr. Große Schwierigkeiten bereite es indes, einen Reitlehrer zu finden, hieß es.

Herztransplantation Im südafrikanischen Kapstadt gelang es Medizinern erstmals, einem Patienten ein menschliches Spenderherz einzusetzen. Die Spenderin, eine 25 Jahre alte Frau, war bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Der Kampf des 55-jährigen Patienten um sein Leben sei jedoch noch nicht gewonnen, hieß es nach der geglückten OP. Er sei an Diabetes erkrankt, was die Heilung von Wunden verzögere. Zudem bestehe die Gefahr, dass der Körper das fremde Herz abstoße. „Die Auswirkungen dieser Herz­überpflanzung auf die Medizin werden jedenfalls sehr groß sein“, urteilte die Zeitung. jb

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