Plädoyer für Europa in der vh

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Die europäische Gemeinschaft wird derzeit immer wieder in Frage gestellt: Die Chancen seien ungleich verteilt, große Länder wie Deutschland hätten zu viel, kleinere zu wenig zu sagen, monieren Kritiker.

Wie Einwanderer und Deutsche die Rolle ihrer Heimatländer in Europa sehen und wie sie ihre persönliche Beziehung zu Deutschland beschreiben, zeigt derzeit die Ausstellung "46 mal Europa" im Einsteinhaus der Ulmer vh. Konzipiert wurde die Schau von Claudia Schoeppl, bebildert hat sie die Fotografin Inge Schmatz. Die Texte stammen von Absolventen der vh-Deutschkurse und anderen Ulmern.

Es geht dabei nicht allein um die Darstellung der einzelnen Länder, vielmehr ist von Zugfahrten in den Niederlanden, von Borschtsch in der Ukraine, von spanischer Sonne und englischem Regen die Rede.

So facettenreich wie die Texte sind auch die Bilder: Mal schüchtern und zurückhaltend, mal freudig-extrovertiert zeigen sich die Autoren in Porträts über ihren Texten. Alle vereint die Freude über die Wärme, die ihnen in Ulm entgegengebracht wird, und der Gedanke, Europa als Chance zu begreifen. Eine Französin bringt den Tenor der Ausstellung auf den Punkt: Die Möglichkeit "im Leben zwei Kulturen zu erfahren. So muss Europa sein" (bis 26. Oktober: Mo-Do 10-12.30 und 14-17, Fr 10-12.30 Uhr). fd

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