Peter Pflug an der Spitze

Der Wechsel an der Spitze prägte die Versammlung bei der Musikkapelle Emerkingen. Peter Pflug ist neuer Vorsitzender, sein Vorgänger Roland Lang ist zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden.

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Der neu besetzte Vorstand des Musikvereins Emerkingen. Von links die zweite Vorsitzende Daniela Fiderer, der neue erste Vorsitzende Peter Pflug, der Ehrenvorsitzende Roland Lang, der zweite Vorsitzende Michael Hauler und der Beisitzer Markus Pfeifer.  Foto: 

Ein markantes Ereignis bei der Musikkapelle Emerkingen: Es gab einen Wechsel an der Spitze. Der Vorsitzende Roland Lang hatte 2015 ein Jahr angehängt mit der klaren Ansage, 2016 sei nach 13 Jahren endgültig Schluss. Die Versammlung wählte in geheimer Abstimmung einmütig den bisherigen Vize Peter Pflug zum ersten Vorsitzenden. Sein Großvater Josef Fuchs war Gründungsmitglied der Musikkapelle und bis 1966 deren Vorsitzender. Michael Hauler ist neuer Vize, als Besitzer fungiert Markus Pfeifer. Damit setzt sich die im vorigen Jahr eingeleitete Verjüngung des Vorstandes fort. Roland Lang, der insgesamt mehr als 20 Jahre Verantwortung im Verein mit seinen knapp 300 Mitgliedern übernommen hatte, wurde von den Mitgliedern einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Verbunden war damit eine Würdigung seiner vielen Verdienste um die Musikkapelle. Nun konzentriert er sich auf seine Klarinette. Als unvergesslich behalte er das Kreismusikfest 2011 mit einem tollen Programm und mehr als 20 000 Besuchern in Erinnerung, resümierte Lang. In seinem letzten Bericht spannte er den Bogen über ein lebhaftes und musikalisch erfolgreiches Jahr. Sowohl die aktive Kapelle als auch das Jugendorchester erreichten unter Leitung von Dirigent Gerhard Schlecker bei Wertungsspielen die Note "hervorragend", der Nachwuchs sogar zwei Mal. Ferner qualifizierten sich Moritz und Johannes Schlecker für den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Hamburg, Johannes kam als Bundespreisträger zurück. Insgesamt investierte der Verein fast 6000 Euro in die Jugendarbeit. Nun jedoch ist der demografische Wandel offenbar auch in Emerkingen angekommen. Bei der Nachwuchswerbung gewann der Verein 2015 lediglich drei Kinder, die ein Instrument erlernen wollen.

Von den Veranstaltungen her war das vergangene Jahr erfolgreich, sowohl die traditionellen Musikertage als auch die XXL-Party in neuer, pfiffiger Form waren ein Erfolg. Hier brachten sich die jungen Leute im Vorstand erfolgreich mit kreativen Ideen ein. Herausragendes Ereignis war das Jahreskonzert unter den Motto "Vive la France" samt der fantasievollen Eiffelturm-Dekoration. Auch bei auswärtigen Veranstaltungen war die Musikkapelle häufig präsent. Insgesamt standen 73 Proben und Auftritte im Terminplan, das gesamte Pensum hat Christian Frankenhauser absolviert, drei Mal fehlten Susanne Schlecker und Erhard Grab. Bei der Jugend hatten Johannes Frankenhauser und Maximilian Strahl keine Fehlzeiten, ein Mal schwänzten Lara Keller, Annkatrin Härle, Anna Maria Frankenhauser und Moritz Schlecker. Aktuell hat der Verein 106 aktive und 166 fördernde Mitglieder sowie 15 Ehrenmitglieder. Silvia Engler hielt detailliert Rückschau und Kassiererin Melanie Müller informierte über die Finanzen. Rund 10 000 Euro wurden demnach in die Reparatur und den Kauf von Instrumenten investiert. Dieses Jahr fordern die Musikertrachten die Finanzen.

2016 ist das Jahr der Jubiläen, denn der Verein blickt auf 85 Jahre zurück, dies prägt auch die Musikertage. Sie bilden zudem den Rahmen für das 25. Treffen der VG-Musikkapellen, dazu wird das zehnte Oldtimertreffen organisiert, wie Lang ankündigte. Auch bei der Jahresversammlung gab es eine Besonderheit: Die drei Vorsitzenden Roland Lang, Karl Egle und Hans Rieger waren zusammen 50 Jahre im Amt.

Bürgermeister Paul Burger verglich die Musikkapelle mit einer Partitur, bei der sich die Töne zu einem Klangbild zusammenfügen. In der Gemeinde sei der Verein ein aktives Element und nach außen ein angesehener Botschafter. Ganz Emerkingen dürfe stolz sein auf die den Verein. Der Landtagsabgeordnete Karl Traub bekräftigte dies und hob die Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Der Staat könnte dieses vielfältige Pensum weder leisten noch finanzieren, gab er zu bedenken.

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