Oberstadioner wollen bessere Busanbindung

Bessere Busverbindungen nach Ehingen. Mit diesem Anliegen hat sich eine Mutter aus Oberstadion an Politiker und Bus-Firmen aus der Region gewandt.

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In einem offenen Brief hat sich eine Mutter aus Oberstadion an Politiker - unter anderem die Bundestagsabgeordnete Annette Schavan (CDU) und den Landtagsabgeordneten Martin Rivoir (SPD) sowie Landrat Heinz Seiffert (CDU) - und die Busunternehmen Walk und Bayer gewandt. Ihr Anliegen: eine bessere Busverbindung von Oberstadion nach Ehingen und zurück - für ihre zwei Söhne und andere Kinder aus dem "Winkel", also aus den Gemeinden Oberstadion, Unterstadion und Grundsheim, die weiterführende Schulen in Ehingen besuchen. Dem Schreiben ist eine Unterschriftenliste mit 24 Unterstützern aus den drei Gemeinden beigefügt. Auch der Schulleiter der Christoph-von-Schmid-Schule in Oberstadion, Martin Romer, befürwortet in einem separaten Schreiben eine bessere Busverbindung.

Der Hintergrund: Kinder, die in Ehingen zur Schule gehen, haben mit der Linie 315 keine direkte Verbindung, sondern müssen in Emerkingen umsteigen. Bereits im Sommer des vergangenen Jahres nahm die Frau Kontakt zum Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) auf. Damals ging es um ihren älteren Sohn, der die relativ kleine Franz-von-Sales-Realschule in Ehingen besucht. Das Thema aber war bereits damals das gleiche: die mangelhafte Anbindung des "Winkel" an Ehingen mit der Buslinie 315.

Aus dem Antwortschreiben des Nahverkehrsbundes ging hervor, dass das Busunternehmen Walk eine Verlängerung bis Oberstadion aufgrund der geringen Fahrgastzahlen als "nicht sinnvoll" ansieht und die Firma Bayer eine Verbindung nach Oberstadion als "nicht wirtschaftlich" einschätzt. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis bewertete die Beförderung mit Umstieg in Emerkingen und etwaigen Wartezeiten als "zumutbar".

Die zweifache Mutter prangert aber genau die aus der aktuellen Verbindung resultierenden langen Fahrtzeiten an, da Kindern hier Zeit für Hobbys oder auch die Erledigung von Hausaufgaben fehlen würde. Zwei Stunden täglich seien sie derzeit unterwegs. "Ein Skandal", wie sie findet, zumal sich genau aus diesem Grund viele Eltern aus den drei Gemeinden gegen das Ehinger Gymnasium als weiterführende Schule für ihre Kinder aussprächen und für eine nähergelegene Realschule entscheiden.

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