Oberstadioner Kindergarten platzt aus allen Nähten

Weil der Kindergarten in Oberstadion aus allen Nähten platzt, ist eine Idee, dass die ältesten Kinder Räume der schrumpfenden Schule nutzen könnten.

|
Martin Romer, Leiter der Christoph-von-Schmid-Schule in Oberstadion  Foto: 

Die Plätze im Kindergarten St. Josef sind im nächsten Kindergartenjahr nicht nur knapp, sondern werden nach aktuellem Stand wohl nicht ausreichen, wurde im Oberstadioner Gemeinderat eine Bedarfsplanung zitiert. Dazu hatte das katholische Verwaltungszentrum Ehingen einen Elternbrief herausgegeben. In einem Gespräch mit dem Kindergartenträger und den Bürgermeistern Uwe Handgrätinger (Unterstadion, Grundsheim) und Klaus Schwenning (Oberstadion) sei bereits nach Lösungen gesucht worden, informierte Schwenning. „Eine Option könnten die Räumlichkeiten der Christoph-von-Schmid Schule sein“, schreibt er. Schulleiter Martin Romer stehe dem sehr offen gegenüber. Es gelte nun zu prüfen, ob eventuell die Möglichkeit besteht, eine oder auch mehrere Gruppen unterzubringen.

Von den Gemeinderäten kam Zustimmung – und die Meinung, dass sich etwa die ältesten Kindergartenkinder, wenn sie bereits in die Schule „umzögen“, schon an diese gewöhnen könnten, was ein Vorteil sei. Beschlossen wurde, die Verwaltung zu beauftragen, in Absprache mit den Schulverbänden zu prüfen, ob Kindergartengruppen in der Schule möglich sind und wie hoch der Aufwand wäre, dies gut umzusetzen. Wie mehrfach berichtet, wird die Werkrealschule in wenigen Jahren „auslaufen“, sodass nur noch die Grundschule in Oberstadion bleibt. Daher wurde ohnehin nach einer neuen Nutzung für die Räume gesucht.

Ein weiteres Thema, das zu Diskussionen führte, war eine Bauvoranfrage für den Teilort Mundeldingen, die schließlich mehrheitlich abgelehnt wurde. Ein Wohnhaus mit Doppelgarage war für die Mehrheit der anwesenden Räte im Gebiet Bergäcker unerwünscht, da es dazu keinen Bebauungsplan gibt und sich das Grundstück im Außenbereich befindet. Georg Steinle machte sich vergeblich dafür stark, das Vorhaben positiv zu bescheiden, da nur alle paar Jahre einmal dort jemand bauen wolle und die Zersiedelung nicht gravierend sei. Andere Räte waren jedoch der Ansicht, dass ein „Ja“ einem Dammbruch gleich käme und andere Anwohner dann auch im Außenbereich bauen wollen würden. Zudem würde das Bauvorhaben ohnehin nicht vom Landratsamt genehmigt werden.

Dem Neubau eines Wohnhauses mit Garage am Schlossberg in Oberstadion hat der Rat das Einvernehmen erteilt: unter der Voraussetzung, dass die vorhandene Verdolung nicht überbaut wird, dass diese versetzt oder der frühere Wassergraben wieder geöffnet wird. Würde das Rohr einfach überbaut, könnte der Bauherr vielleicht ein Überschwemmungsproblem bekommen, war einhellige Meinung.

Im Rahmen des interkommunaler Maßnahmenplans zum Hochwasserschutz im Einzugsbereich des Stehenbachs liegt inzwischen die Kostenschätzung für die Erstellung eines Flussgebietsmodells vor: etwa 60 000 Euro brutto kostet sie, und die Förderung beträgt 70 Prozent. Somit verbleiben für die Gemeinden etwa 18 000 Euro zu finanzieren, anteilig für Oberstadion sind es aufgrund der Einwohnerzahl und der Gewässerlängen 4475 Euro. Der Gemeinderat stimmte diesem Schritt zur Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zu.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Beschluss des Gemeinderats zu Integration erwartet

Am Donnerstag beschließt der Ehinger Gemeinderat, ob er wie andere Kommunen auch das Integrationsmanagement als neue Aufgabe dem Alb-Donau-Kreis überträgt. weiter lesen