Oberstadion: Weltgrößter Osterbrunnen in Vorbereitung

Dass sie den Weltrekord schaffen, davon sind die 65 Osterbrunnen-Helfer in Oberstadion überzeugt. Der alte Rekord liegt bei 11.000 bemalten Eiern. Die ehrgeizigen Schwaben werden mehr als 24.000 zählen.

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  • Nutzen seit Kurzem eine Regalwand im früheren Eiskeller: Theresia Missel (links) und Margarethe Hepp. Fotos: Karin Mitschang 1/2
    Nutzen seit Kurzem eine Regalwand im früheren Eiskeller: Theresia Missel (links) und Margarethe Hepp. Fotos: Karin Mitschang
  • Straußeneier mit kirchlichen Motiven warten in Kisten auf Ostern. 2/2
    Straußeneier mit kirchlichen Motiven warten in Kisten auf Ostern.
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Völlig überraschend für Margarethe Hepp, Theresia Missel und die anderen Helfer kam die Nachricht von Bürgermeister Manfred Weber, dass ihr siebter Osterbrunnen ins Guiness-Buch der Weltrekorde eingetragen werden solle. Mittlerweile finden sie den Vorschlag aber alle gut, wie die beiden Haupt-Organisatorinnen gestern berichteten. Weber bereitet entsprechend der Richtlinien für Weltrekorde die Bewerbung vor und hat bereits jemanden an der Hand, der fachkundig ins Englische übersetzt. Im November geht die Bewerbung raus, und mehrere Wochen vor Ostern könne ein Prüfer dann vorbeikommen, um den Rekord zu bestätigen. 11 000 Eier hatte Guiness in Bieberbach gezählt, doch die oberfränkische Gemeinde habe nun kein Interesse an einer Erneuerung. Oberstadion kündigt sage und schreibe mehr als 24 000 Eier an: von Hennen, Straußen, Wachteln, Gänsen und auch von Nandus.

Vor gut einer Woche sind Hepp und Missel mit den vielen Kartons mit Material für den Osterbrunnen vom ehemaligen Mesnerhaus gegenüber dem Bürgersaal, das seit 2012 der Gemeinde gehört, in den früheren Eiskeller der Brauerei "Adler" unter dem Bürgersaal umgezogen. Anfangs bastelten die 60 Frauen und 5 Männer der Initiative im Keller des Rathauses die riesigen Kronen und Figuren, die Oberstadion seit sechs Jahren einen immer größeren Besucheransturm bescheren. Doch sie mussten der neuen Christoph-von-Schmid-Gedenkstätte weichen und teilen sich nun den neu hergerichteten Gewölbekeller mit dem Krippenmuseum.

Ostern ist zwar noch nicht bald, doch Arbeit gibt es schon: "Wir haben wieder das ganze Jahr über Eier ausgeblasen", berichtet Hepp, die entsprechend manches Mal Spätzle und Pfannkuchen machte.

Etwa 400 Eier mussten repariert oder ersetzt werden. Sie gingen beim Transport kaputt - Vandalismus gibt es nicht. Vielleicht, weil Schüler und Kindergartenkinder ebenfalls Eier für den Brunnen bemalen. Derzeit kleben Missel und Hepp die Schalen mit Unterlegscheiben auf Schaschlikspieße, bevor sie beim Profi-Lackierer mit Autolack besprüht werden. Jeder Helfer bekommt dann 50 Eier mit nach Hause, die er je nach Geschmack mit Blumen, Tieren oder Mustern bemalt. Drei Wochen vor der Aufstellung wird dann im Bürgersaal gekranzt, gesteckt, gemalt, aufgebaut.

Die Initiative will jedes Jahr etwas Neues, eine Überraschung bereiten: "Des isch der Ehrgeiz", sagt Missel. "Wir machen immer wieder eine Neuerung." Heuer solle etwas "ganz Besonderes mit Wachteleiern" zu sehen sein, verrät Hepp nur. Von Palmsonntag bis drei Wochen nach Ostern wird dann wieder der riesige Osterbrunnen zu sehen sein, Schaf, Hahn und Henne aus Wachteleiern, die Weltkugel, die Ausstellung im Rathaussaal mit Straußeneiern, gefrästen und beklebten Hühner- und Gänseeiern und die reichlich verzierten Palmen.

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