Nichts ist schöner als Eh'gner Fasnet

Die närrische Ballsaison in "Kügeleshausen" ist eröffnet: Der Narrenball in der Ehinger Lindenhalle glänzte am Samstag mit einem fast ausverkauften Haus, traumhaften Bühnenshows und Fröhlichkeit pur.

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  • Die Dämonen-Mädels als flatternde Schmetterlinge (links) und die gackernden Hennen der Muckenspritzer erfreuten die Gäste, auch die Dame im Hippie-Look der 70er. Fotos: Emmenlauer 1/2
    Die Dämonen-Mädels als flatternde Schmetterlinge (links) und die gackernden Hennen der Muckenspritzer erfreuten die Gäste, auch die Dame im Hippie-Look der 70er. Fotos: Emmenlauer
  • Das Publikum in der beinahe ausverkauften Lindenhalle feierte mit den Narren. 2/2
    Das Publikum in der beinahe ausverkauften Lindenhalle feierte mit den Narren.
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Man muss kein Mitglied der Narrenzunft "Spritzenmuck" sein, um sich in die rauschenden Ballnächte bei der Eh'gner Fasnet zu verlieben. Das hat sich am Samstagabend beim Narrenball gezeigt, dessen Wurzeln fast 50 Jahre zurückreichen und bei dem sich nicht nur Hexen, Kügele, Dämonen, Krettaweiber, Büttel und Muckaspritzer eingefunden hatten, sondern viele originell aussehende andere Bürger aus dem Städtle und drumherum.

Kaum war der Startschuss erfolgt, bebte schon der Saal und die Ballbesucher schwelgten im Narrenhimmel. Voran wie eh und je der Pfanna-Mate samt der Matekapelle, die lautstark Fasnetslieder ertönen ließ. Danach folgten im farbenprächtigen Wurm alle Fasnetsgruppen, die mächtig viel Konfetti verteilten und mit den Mäschkerle schelmischen Unfug trieben. Den guten Schluss zierte wieder der ehrwürdige Narrenrat, behängt mit Orden, gekleidet mit feinem Frack und Zylinder. Narrenchef Peter Kienle schwärmte nach dem Einmarsch: "Das hier ist eine großartige Narrenzunft. Hier wird die Fasnet mit jeder Faser gelebt. Hier ist Zusammenhalt und Kameradschaft."

Mit Blick auf den prächtig geschmückten Fasnetsschuppen meinte er: "Alles ist liebevoll gerichtet, so zauberhaft, einfach perfekt zum Wohlfühlen - das macht einen richtig stolz." In seinen Lobreigen schloss Kienle auch die Familie Kraus ein, die bei den Fasnetsbällen in der Halle für die Bewirtung sorge. "Nutzen Sie das tolle Angebot auf der Speisekarte. Ob hier im Saal oder im Restaurant", animierte der "Kügeleshauser" Obernarr. Das Fasnetsvolk schien zu folgen, denn viele labten sich an Hexensuppe, Bratwürsten, Schnitzel, Schaschlik, Kässpätzle und Wurstsalat. Zwei Dutzend Helfer um Rosi und Manfred Kraus waren im Einsatz.

Der Narrenzunftchef stellte eine Quizfrage: "Was ist nächsten Samstag?". Während die männlichen Mäschkerle begeistert riefen: "Ja natürlich der Bürgerball!", erinnerten die Damen an den Valentinstag. Genau auf den hatte Kienle abgezielt. Denn die Narrenzunft und die Gärtnerei Zeller haben eine gemeinsame Blumenaktion vor. Vorab beehrte er die Narrenrätinnen Uschi Veser, Elvira Mall und Elke Johannsen mit bunten Blumensträußen.

Dann hieß es "Bühne frei" für das Ballprogramm. Thomas Kramer im Clown-Kostüm war als Conferencier in seinem Element. Mit Witz und Charme kündigte er Tänze, Sketche und Shows an, versüßte die Umbaupausen mit frechen Sprüchen und neuesten Meldungen aus dem Städtle. Ein dickes Lob sprach Kramer den 150 Mitgliedern aus allen sechs Gruppen der Narrenzunft aus, den Akteuren, Organisatoren wie auch den zahlreichen Helfern im Hintergrund, die das Bühnenspektakel mit neun Auftritten vorbereitet hatten. Viele hätten seit dem Herbst enorm Zeit und Schweiß dafür investiert. Dann sinnierte er über seine Frühlingsgefühle, weil er am Groggensee schon wunderschöne Schmetterlinge entdeckt habe, die schnurstracks zum Narrenball geflogen waren. Auf die Bühne schwirrte ein Schwarm süßer Schmetterlinge der Dämonen-Mädels, die für ihre Tanzeinlage rauschenden Beifall ernteten.

Die Büttel Robert Gumper und Christoph Hänle brachten das Publikum mit ihrem Sketch "Ohne Worte" zum Lachen. Die gemischte Gruppe entführte die Mäschkerle in die Welt von 1001 Nacht mit Haremsdamen, Wasserpfeifen und tanzenden Schlangen. Bejubelt wurde die Schalmeiengruppe für ihr musikalisches Stelldichein anlässlich des 30-jährigen Bestehens. Die Muckenspritzer gaben mit Rossbolla-Sepp und Henna-Fred samt den gackernden Hennen und dem verrückten Gockel alles. Da blieb kein Auge trocken! Die Kügele punkteten in 007-James-Bond-Manier als Räuber und Gendarm, die Matebuben zeigten am praktischen Beispiel, wie Malen nach Musik funktioniert.

Gekrönt wurde das Programm mit der urigen Rentner-Gang der Dämonen-Buben, der patentverdächtigen Handtuchschleuder der Hexa-Buba und einer fetzigen Tanzchoreographie der Hexa-Mädla. Schunkelrunden sorgten zwischendurch für Stimmung. Man war sich einig: Nichts ist schöner als die Ehinger Fasnet. Und nach dem offiziellen Programm wurde die Bar "Sansibar" im kleinen Saal eröffnet.

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