Neues Fahrzeug kommt

Seit 1983 ist die Sammelkläranlage in Rottenacker in Betrieb, jetzt informierte sich die Verbandsversammlung über die aktuelle Situation. Mehr als zwei Millionen Kubikmeter Abwasser werden im Jahr gereinigt.

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Die Verbandsversammlung begutachtete die Kläranlage, Klärwarter Wolfgang Gemmi (zweiter von links) gab Erklärungen.  Foto: 

Vor den Beratungen im Rathaus informierten sich die Mitglieder der Abwasser-Zweckverbände "Raum Munderkingen" und "Winkel" über die Technik, die Funktion und den aktuellen Zustand der Sammelkläranlage in Rottenacker. Das Thema war vor allem für die bei den jüngsten Wahlen gewählten Räte interessant. Klärwärter Wolfgang Gemmi betreut die Anlage, seit sie 1983 nach einer rund 13-jährigen Planungsphase als Projekt des Abwasser-Zweckverbandes Raum Munderkingen in Betrieb gegangen ist. Gemmi erläuterte viele technische Details wie die Reinigungsabläufe, die Funktion der Zentrifuge für die Entfeuchtung des Klärschlammes, der seit etlichen Jahren in der Verbrennungsanlage Steinhäule in Ulm verbrannt wird. Von den 11 800 Kubikmetern Klärschlamm bleiben nach der Trocknung noch etwa 1,5 Tonnen übrig, dies bedeutet eine Reduktion um 87 Prozent. Zuvor hatten Landwirte den Klärschlamm als Dünger auf die Felder ausgebracht.

Das Abwasser aus den Gemeinden des Verwaltungsraumes Munderkingen, von Rottenacker bis nach Emeringen und Rechtenstein, Emerkingen und Unterwachingen, aus dem "Winkel" mit Oberstadion, Grundsheim und Unterstadion sowie einigen Grenzorten aus dem Kreis Biberach kommt in zehn Metern Tiefe auf der Anlage an und muss angehoben werden, um in den beiden Becken gereinigt zu werden. Insgesamt fallen etwa 2,3 Millionen Kubikmeter Abwasser im Jahr an, davon sind nur rund 600 000 Kubikmeter gebührenpflichtig, 730 000 Kubikmeter sind Fremdwasser und auch 954 000 Kubikmeter Regenwasser laufen über die Kläranlage. Erreicht wird ein Reinigungsgrad mit 95 Prozent.

Es sei eine Daueraufgabe, die Anlage in Schuss zu halten, erklärte der Verbandsvorsitzende Dr. Michael Lohner. Fortlaufend werde deshalb investiert, auch die Abwasserleitungen und Pumpwerke wurden teilweise saniert. Klärwärter Gemmi sei es maßgeblich zu danken, dass alles so gut funktioniere. Und so wurde auch dessen Wunsch, das Dienstfahrzeug Baujahr 1998 mit 220 000 Kilometern zu ersetzen und für die Lagerung von diversen Geräten und Bauteilen eine Fertiggarage zu kaufen, erfüllt.

Die Investitionen wurden bei den anschließenden Beratungen im Rathaus Rottenacker beschlossen. Für das Fahrzeug sind 35 000 Euro im Haushalt eingestellt, den das Gremium einstimmig billigte. Wie Geschäftsführer Wilhelm Fügner erläuterte, wird zur Finanzierung der Ausgaben von den Verbandsgemeinden eine vorläufige Verwaltungs- und Betriebskostenumlage von insgesamt 517 700 Euro erhoben. Sie wird entsprechend der Einwohneranteile umgelegt. Der Abwasserverband "Winkel" hat zusätzlich 177 100 Euro zu leisten. Insgesamt könnten 25 000 Einwohner an die Sammelkläranlage angeschlossen werden, tatsächlich angeschlossen sind etwa 14 500, so dass noch Reserven vorhanden sind.

Laut Jahresrechnung 2014 fielen Verwaltungs- und Betriebskosten mit 660 000 Euro an inklusive "Winkel" und der Gemeinde Uttenweiler für den Teilort Oberwachingen.

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