Nahverkehr: Kreistag beschließt Entwurf

Bis Ende Dezember können Städte und Gemeinden Stellung nehmen zum Nahverkehrsplan. "Es ist aber kein Wunschkonzert", sagte Heinz Seiffert.

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Manche Wohn- und Gewerbegebiete sind noch schlecht an Buslinien angebunden.  Foto: 

Der "nicht schienengebundene öffentliche Personennahverkehr", wie es im Amtsdeutsch heißt, ist Thema des Nahverkehrsplans. Der Alb-Donau-Kreis arbeitet seit geraumer Zeit mit Unterstützung des Kasseler Büros "Planmobil" an der Fortschreibung dieses Plans. Bei seiner jüngsten Sitzung hat der Kreistag die Freigabe des von Diplom-Geograph Frank Büsch vorgestellten Entwurfs beschlossen. Das bedeutet, dass das Papier nun zur Anhörung an die Städte und Gemeinden im Landkreis geht. Sie können sich bis 31. Dezember dazu äußern. Es gehe um Stellungnahmen, nicht um ein Wunschkonzert, stellte Landrat Heinz Seiffert klar. Der Alb-Donau-Kreis sei ein ländlicher Kreis, "das können wir nicht ausgleichen". Eine Gleichbehandlung aller Städte und Gemeinden werde es daher nicht geben. "Was gefordert wird, muss auch finanzierbar sein", warnte Seiffert.

Büsch erläuterte, dass manche Wohn- und Gewerbegebiete schlecht an Buslinien angebunden sind. Robert Jungwirth (Grüne) meinte, Gemeinden müssten schon bei der Erschließung von neuen Baugebieten auf gute Anbindungen achten. Laut Büsch sind manche Bereiche in den Ferien und an den Wochenenden schlecht erreichbar. Weiteres Ziel des Nahverkehrsplans ist, Haltestellen, Verknüpfungspunkte und Fahrgastinformationen zu verbessern. Der Entwurf berücksichtigt auch den prognostizierten Rückgang der Schülerzahlen. Unter der älteren Bevölkerung soll verstärkt dafür geworben werden, den Bus zu nehmen. Klara Dorner (SPD) bat darum, auf Barrierefreiheit zu achten. Sie fragte nach Bürgerbussen, Wolfgang Mangold (Freie Wähler) nach Sammeltaxis. Die Einrichtung von Bürgerbussen kann, sagt Büsch, nicht verordnet werden. Bei Sammeltaxis brauche es Unternehmen, die das anbieten könnten.

Bei der Vergabe der Buslinien sollten auch kleine Unternehmen aus der Region berücksichtigt werden, forderte Constantin von Ulm-Erbach (CDU). Das Konzept sei auf kleine und mittelständische Firmen ausgerichtet, sagte der stellvertretende Landrat Heiner Scheffold.

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