Musikalisches Geschenk eine tolle Idee

Am 9. Mai 1982 wurde die neue Kirche in Unterstadion der Heiligen Maria und der Seligen Ulrika Nisch geweiht. Das feierten die Bürger am Sonntag mit der Musikkapelle Lyra, die ein Benefizkonzert gab.

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Die Musikkapelle Lyra begeisterte mit ihrem musikalischen Geburtstagsgeschenk die Zuhörer. Foto: Ingeborg Burkhardt

Mit einem Kirchenkonzert bedankte sich der Musikverein Lyra am Sonntag bei den Bürgern für die treue Unterstützung und erinnerte an die Weihe des der Heiligen Maria und der Seligen Ulrika Nisch gewidmeten Gotteshauses vor 30 Jahren durch Bischof Dr. Georg Moser. Auf Eintrittsgelder wurde verzichtet und um Spenden zugunsten des Freundeskreises tumor- und leukämiekranker Kinder in Ulm gebeten. "Das Kirchenkonzert war eine ganz tolle Idee", sagte am Ende Pastoralreferentin Sonja Neumann im Namen der Seelsorgeeinheit Winkel. Sie bedankte sich beim Vorsitzenden Peter Schänzle für das musikalische Geschenk und übergab Dirigent Herbert Hipper einen Kochlöffel als Dirigentenstab, eine Gabe, die an die Köchin Ulrika Nisch erinnern soll, die "durch ihre Kochkunst den Menschen von der Liebe Gottes überzeugte".

Vor zahlreichen Besuchern hatten die 70 Aktiven des Musikvereins mit "Eventide Fall" von Alfred Bösendorfer ihr Konzert eröffnet, um dann die Zuhörer mit der Märchen-Suite von Pavel Stanek aus der Hektik heraus in die Welt der Phantasie und Magie zu entführen. Mit Bässen ließen sie André Wagneins Classic-Canon anklingen und kreierten mit dem Einstieg der weiteren Instrumente ein klangvolles Menü.

Mit "Der Rosengarten" ließ das Orchester die Zuhörer teilhaben an der Erinnerung des Ulmer Komponisten Paul Kühmstedt (1908-1996), der ein Freund von Matthias und Herbert Hipper war. Zu einem Klangereignis wurde trotz akustischer Schwächen des Kirchenraums die Interpretation des überarbeiteten Werks "Zarathustra" von Richard Strauss. Mit "Ave Maria" und einem Largo von Antonin Dvorak beendete die Musikkapelle ihren Programmteil. Dirigent Hipper wechselte hinüber in das Alphornbläser-Ensemble, um dort im Ouartett bei "Morgenlicht", "Gloria" und "Ruf der Freundschaft" mitzuwirken. Zuvor hatte Theresia Hipper in einem Gedicht ihre Träume vorgestellt "von einer Gemeinde in der Platz ist für alle, für Gesunde und Kranke, in der Jeder mit Jedem redet und in der Einsame Freunde finden." Martina Diehm hatte durchs Programm geführt und Silvia Lott vom Freundeskreis tumor- und leukämiekranker Kinder über die ehrenamtliche Arbeit gesprochen, die den Patienten, deren Geschwistern und Eltern zugute kommt und die ausschließlich mit Spenden finanziert wird. Die Spenden, die beim Konzert und der anschließenden Bewirtung durch die katholische Landjugend vor dem Kircheneingang zusammenkamen, werden einem Vertreter des Freundeskreises bei der Dorfhockete am 29. Juli übergeben.

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