Munderkinger Firma Tegometall kündigt allen Mitarbeitern

Der Werkzeugbauer hat am Freitag intern informiert. Er gibt auch eine geringe Auslastung als Grund an.

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Im Jahr 2009 war in Munderkingen im Interkommunalen Gewerbegebiet der Spatenstich für die Halle von Tegometall. Im Dezember 2017 schließt das Werk. Was mit dem Grundstück und Gebäude geschieht, ist noch nicht entschieden.  Foto: 

Am Freitag sind die elf Mitarbeiter und fünf Auszubildenden des Standorts Munderkingen von Tegometall von Geschäftsführer Dr. Arndt Lüdtke sowie Mitarbeitern der Personalabteilung aus Konstanz über die Schließung des Werks im Dezember informiert worden. Der genaue Zeitpunkt stehe noch nicht fest, wie Lüdtke am Dienstag auf Anfrage informiert hat. Auch die Zukunft von Grundstück und Gebäude sei noch unklar. Zunächst habe es eine Information für alle gegeben, und dann zusätzliche Einzelgespräche. „Die Mitarbeiter waren nicht überrascht, da wir das ganze Jahr über bereits eine geringe Auslastung am Standort hatten“, sagt der Geschäftsführer des Unternehmens mit Hauptsitz in Lengwil in der Schweiz. Den Mitarbeitern seien verschiedene offene Stellen an den Standorten in Krauchenwies (Kreis Sigmaringen) und Sauldorf (Kreis Konstanz) angeboten worden, drei Mitarbeiter hätten sich daraufhin bereits spontan interessiert gezeigt. Auf die Frage, ob es für die anderen, die von der betriebsbedingten Kündigung betroffen sind, Abfindungen gab, meinte der Geschäftsführer, das komme auf die Länge der Zugehörigkeit zum Betrieb an.

Andere Firmen für Azubis

Für die fünf Auszubildenden Werkzeugmechaniker in verschiedenen Lehrjahren suche die Firma ab sofort andere Firmen in der Region, in denen sie ihre Ausbildung weitermachen können. „Für alle Mitarbeiter gilt, dass die Situation relativ gut ist, weil sie sehr gut ausgebildet sind und wir keine Wirtschaftskrise haben, sondern in der Branche Mitarbeiter gesucht werden.“ Auch an den verbleibenden Tegometall-Standorten herrsche Fachkräftemangel.

Wie Lüdtke auf Anfrage weiter informiert, sei der Hintergrund für die Schließung – zumal vor wenigen Jahren noch eine Erweiterung im Interkommunalen Gewerbegebiet geplant war – der harte Preis- und Konkurrenzkampf in der Branche und auch in Sachen Lebensmittelketten. Denn Tegometall stellt Regalsysteme her und wolle sich nun auf seine Classic-Linie mit „Kernprodukten“ und die Produktionsstandorte Krauchenwies, Sauldorf sowie das slowenische Šentjur und ein Werk in Polen konzentrieren, um seinen Kunden gerecht zu werden, statt neue Produkte zu entwickeln, sagte Lüdtke.

Inhaber Ulrich Bohnacker war nicht zu erreichen, er sei in Asien, dies habe jedoch nichts mit dem Standort in Asien zu tun. Das Unternehmen hat neben den bisher genannten weitere Standorte in Kreuzlingen (Schweiz; Pulverbeschichtung), Konstanz (Administration), Frankreich und Großbritannien (Logistik, Vertrieb).

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