Schelklinger Gewerbeverein verlässt den Bund der Selbstständigen

Austritt beschlossen: Der Schelklinger Gewerbeverein wird den Bund der Selbstständigen verlassen.

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    Versammlung des Gewerbevereins im Restaurant-Café Vis à Vis, links Klaus Schäfer vom BDS. Foto: 
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    Schelklingen, Gewerbeverein: Hauptversammlung im Vis à Vis, in der Mitte Klaus Schäfer vom Bund der Selbstständigen. Foto: 
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Der Gewerbeverein Schelklingen tritt Ende 2018 aus dem Bund der Selbstständigen (BDS) aus. Das beschlossen die zehn zur außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag erschienen Mitglieder einstimmig. Der Vereinsvorsitzende Michael Strobl warb nach der Entscheidung des Gremiums bei den beiden BDS-Vertretern um Verständnis. Diese hatten zuvor versucht, die schon länger bestehende Austrittsstimmung im Schelklinger Ortsverein zu drehen.

Keine höheren Mitgliedsbeiträge

Strobl argumentierte mit wirtschaftlichen Gründen. Die 2500 Euro Jahresbeitrag würden anderweitig benötigt. Auch sehe man den Nutzen des BDS für den Verein nicht. Vor die Wahl gestellt, entweder aus dem BDS auszutreten oder die Mitgliedschaft beizubehalten, dafür aber die Mitgliedsbeiträge entsprechend anzuheben, entschieden sich die Versammlungsteilnehmer für den Austritt.

In einem recht langatmigen Vortrag hatte zuvor Klaus Schäfer, der Leiter der BDS-Geschäftsstelle Nordbaden, seine vielfältigen Beziehungen in Wirtschaft und Politik in der Metropol-Region Rhein/Neckar und die damit zusammenhängende Lobbyarbeit geschildert. Infoveranstaltungen sowie die Beratung von Ortsvereinen führte Schäfer als Leistungen des BDS an. Er konnte damit allerdings genauso wenig punkten wie der Kreisvorsitzende Dietrich Zieher, der die Arbeit des BDS mit einem Eisberg verglich, von dem man auch nur zehn Prozent sehe, die restlichen 90 Prozent aber für die Stabilität wichtig seien.

Weiterhin kein Schriftführer

Susanne Preis, zweite Vorsitzende des Gewerbevereins, warf Schäfer vor, an den wahren Problemen vorbeizureden. „Sie reden, als ob hier 200 Leute sitzen würden“, sagte Preis. „Dabei sind wieder nur zehn Mitglieder, die meisten im Ausschuss, zur Versammlung erschienen. Wenn wir keinen neuen Schriftführer finden, können wir hier einpacken.“

„Die Kündigung geht morgen per Post raus“, versprach Strobl seinen Mitgliedern. Der Punkt Neuwahlen wurde wieder verschoben. Der Posten des Schriftführers ist weiterhin unbesetzt, obwohl – wie Strobl betonte – die Tätigkeit bezahlt werde. Es muss ein neuer Termin für die Mitgliederversammlung angesetzt werden.

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