Mit Wachtelhunden durch den Wald

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Ulrich Holtz, Matthias Frey sowie Roland Rau und Manfred Waldmüller (von links) mit den Hunden Michel und Pepe waren mit den Kindern des CDU-Ferienprogramms im Wald.  Foto: 

Zwei Wachtelhunde waren die Attraktion beim Ferienprogramm „Spaziergang durch den Wald“, das der CDU-Stadtverband jedes Jahr im Angebot hat. In zwei Gruppen machten sich die Kinder mit Jagdaufseher Ulrich Holtz und Matthias Frey, dem Naturobmann der Jägervereinigung, oberhalb des Nordic Walking-Parkplatzes auf den Weg. Unterwegs kamen Jäger Roland Rau mit seinem Wachtelhund Michel und Manfred Waldmüller mit Wachtelhund Pepe dazu.

Ulrich Holtz machte den Kindern klar, dass „wir Jäger nicht im Wald sind, um Bäume zu streicheln, sondern dass wir auch schießen“. Ein guter Jäger braucht auch einen folgsamen Hund, der nicht nur auf Kommandorufe hört, sondern auch Handzeichen versteht. Roland Rau demonstrierte, wie Michel abliegt, wenn sein Herrchen die flache Hand zeigt. „Der tut ja alles, was man ihm sagt“, staunte Philipp. Michel ist ein Stöberhund, der auch ein Bringholz, das so genannte „Apportel“, aufstöbert und wieder zurück bringt. Dabei ließ sich der erst zwei Jahre alte Hund an dem Nachmittag von einer Hasen- oder Eichhörnchenspur ablenken und musste von seinem Herrchen erst wieder an seine Arbeit erinnert werden.

Michel hat auch schon gelernt, dass er sein Apportel beim Zurückbringen nicht einfach fallen lassen darf. Mit dem Holz übt der Hund das Aufspüren und Bringen von gejagtem Wild. „Er darf es auch nicht knautschen, weil das Wildbret sonst unbrauchbar ist“, erklärte Manuel Hagel. Der Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg ist jagdpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion und Inhaber des Jagdscheins und des Angelscheins. Er freut sich, dass die Waldfläche in Baden-Württemberg und Deutschland zunimmt. Nach Bayern habe Baden-Württemberg mit 38,4 Prozent den zweitgrößten Anteil an Waldfläche.

Beim Thema Wald sieht Manuel Hagel die größte Herausforderung, das Dreieck aus Wirtschaftlichkeit, Naherholung und Reservat für Fauna und Flora in Einklang zu bringen. Eine gesunde Durchmischung des Waldes fördere alle drei Belange. Bei Neuanpflanzungen setze man derzeit auf widerstandsfähige Buchen und Douglasien. Da der Wald von Jägern, Spaziergängern und Mountainbiker gleichermaßen genutzt wird, kommt es vor allem mit Mountainbikern immer wieder zu Reibereien. Für die Zweiradfahrer gilt nach Paragraph 37 des Waldgesetzes die so genannte Zweimeter-Regelung. Das heißt, dass Mountainbiker nur Wege benutzen dürfen, die mindestens zwei Meter breit sind. In der Praxis begegnet man im Wald und in Naturschutzgebieten wie dem Blauen Steinbruch jedoch beinahe täglich Mountainbikern, die liebend gerne schmalere Wege benutzen. „Wir als CDU halten trotz Bestrebungen der Montainbike-Verbände an der Zweimeter-Regelung fest“, sagt Manuel Hagel. Die Regel diene dem Schutz des Waldes und seiner Tiere.

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